Mittwoch, 4. April 2012

[Rezension] Cornelia Funke - Tintentod

Klappentext
Es sind erst wenige Wochen vergangen, seit die Weißen Frauen Staubfinger mit sich genommen haben. Meggie und ihre Eltern leben auf einem verlassenen Hof in den Hügeln östlich von Ombra. An diesem friedlichen Ort lässt sich fast vergessen, was auf der Nachtburg geschehen ist. Doch in der Dunkelheit, wenn Meggie am Fenster steht und auf Farid wartet, hört sie den Eichelhäher schreien. Und dann verschwindet ihr Vater mit dem Schwarzen Prinzen und dem Starken Mann im Wald, denn es muss alles getan werden, damit die Schatten über Ombra weichen … 

Verlag: Dressler / Oetinger | Seiten: 768 | Format: Hardcover | Preis: 22,95€ | ISBN: 978-3791504766
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Worum geht es:
Noch immer sind Meggie, Mo und Resa in der Tintenwelt verschwunden. Und noch immer ist Elinor in der "wirklichen Welt" gefangen, und vermisst ihre Lieben unbeschreiblich stark. Doch Gott sei Dank ist sie unwissend, was in der Tintenwelt tatsächlich vor sich geht:
Staubfinger wurde von den weißen Frauen mitgenommen, als Pfand für Farid, und verlässt somit eine Welt, die an Schrecken kaum noch zu überbieten ist. Der Natternkopf herrscht nun über die Tintenwelt, versetzt sie in Angst und Schrecken, und sein Schwager terrorisiert Ombra. Oder zumindest die, die noch übrig sind, denn dort gibt es beinahe nur noch Witwen und Kinder, die die dem Krieg zwischen dem Schattenfürsten und Ombra nicht zum Opfer fielen.
 Einziger Hoffnungsschimmer für die Bewohner sind die Räuber, mit dem Eichenhäher an ihrer Spitze. Doch als dieser wegen ein paar Bücher in eine Falle tappt, merken alle, dass die Situation gefährlich ist, wie nie zuvor.


Meine Meinung:
Ich habe sehr große Erwartungen an dieses Buch gehabt: Der erste Band war absolut fulminant, und auch der zweite Teil hat mir sehr gut gefallen. Dem entsprechend habe ich ein Buch erwartet, dass für die Trilogie zu einem würdigen und ebenso glänzenden Abschluss bringen würde. Diese Hoffnungen wurden etwas entäuscht, denn an seine beiden Vorgänger reicht das Buch nicht heran, auch wenn es noch immer ein sehr toller Roman ist.

Aber aus dem Märchen, aus dem Zauberwald und der Tintenwelt ist eigentlich nicht mehr geworden, als eine Räubergeschichte, mit einer sich ewig hinziehenden Handlung, mit unsympathischen Hauptcharakteren und Wendungen und Abenteuern, bei denen der Leser ja ohnehin weiß, dass das gut ausgehen wird. 
Für meinen Geschmack waren das nun deutlich zu viele Szenen, in denen Meggie, Mo, Resa, Staubfinger oder sonst jemand in fuuuurchtbare Gefahr gerät, und letzter Sekunde gerettet werden kann. Denn die Guten haben immer Glück.. Langweilig!

Auch ist aus dem Kinderbuch Tintenherz jetzt ein doch schon ziemlich vor Gewalt strotzendes Buch geworden, dass für 10-12 jährige meiner Meinung nach nicht geeignet ist. Ständig werden Leute niedergemetzelt, ohne schlechtes Gewissen, schließlich gibt es in Tintentod nur noch gut oder böse. Probleme die auftauchen, oder Handlungen die ungereimt sind, werden gelöst, durch Hexsprüche natürlich, denn offensichtlich ist jetzt alles möglich. 

Fazit: Ein immer noch schönes Buch, aber nur ein Schatten der eigentlichen Geschichte.


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