Sonntag, 11. Dezember 2011

Markus Heitz - Kinder des Judas

Der Klappentext:
Leipzig im Jahr 2006. Sie ist die gute Seele des Krankenhauses. Sie steht denen bei, die in ihren letzten Stunden nicht allein sein sollen. Jeder, der die junge Frau am Bett eines Sterbenden wachen sieht, wird sie für einen Engel halten. Denn niemand weiß, wer sie wirklich ist …

Jung sein, schön, gesund – und das bis in alle Ewigkeit: Was sich für viele nach einem Traum anhört, ist für Sia schon vor langer Zeit zum Fluch geworden. Sie sehnt sich nur nach einem: einschlafen und nie wieder aufwachen müssen. Doch das darf sie nicht. Zu groß ist die Schuld, die Sia auf sich geladen hat, zu groß die Verantwortung, die sie gegenüber der Menschheit trägt. Um den Schmerz zu lindern, schreibt Sia in einer langen, einsamen Nacht ihre Geschichte nieder. Sie beginnt 1670 und erzählt von einem kleinen Mädchen, das in die dunklen Machenschaften der »Kinder des Judas« verwickelt wurde, jenes mächtigen Bündnisses von Wissenschaftlern – und Vampiren!

Erschienen ist es im Knaur Verlag, kostet 14,95€ und hat 704 Seiten.  
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Anfänglich war ich mir nicht so sicher, ob dies ein Buch für mich sein würde. Wieder Vampire, von denen ich seit Twilight und diesem furchtbaren Hype darum erst einmal satt hatte, und vor allem wollte ich auf gar keinen Fall dieses "Schöne junge Frau wird von schönem jungen Vampir gebissen. Wird unsterblich. Schläft in Särgen. Darf nicht ins Sonnenlicht. Wird von Knoblauch abgehalten" Gääääääähn. 
Aber bereits wenn man anfängt merkt man dass dies ein Vampirroman der anderen Art ist. Die Protagonisten Sia arbeitet im Leipziger Krankenhaus und begleitet Sterbende auf ihre letzten Reise. Als dann aber ein kleines Mädchen stirbt, der sie vorher immer die Geschichten des tapferen Mädchen Scylla erzählte, beschließt Sia ihre Geschichte niederzuschreiben, und beginnt damit im 17. Jahrhundert.

Das Buch hat ca 700 Seiten, auf denen das Leben und Wirken der Sia beschrieben wird, warum sie nach fast 400 Jahren noch immer lebt, und wie, und dass ein Vampirleben eben nicht nur das Klischee behaftete ist, wie man es kennt. 
Markus Heitz nutzt dabei sehr sehr viele historische Anekdoten über Aberglaube und das Vampirdasein im 17. Jahrhundert die das Buch sehr lebendig machen. Allerdings ist es auch wirklich teilweise sehr blutrünstig und wohl eher nichts für Leute die nicht gerne über abgetrennte Köpfe und durchbohrte Herzen lesen ;)

Ich kann dieses Buch uneingeschränkt weiterempfehlen- ich fand es einfach grandios! Und mal so ganz anders als klassische Vampirromane :)

5 von 5 Sternen

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