Sonntag, 11. Dezember 2011

Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo

Es gibt meiner Meinung nach einfach Bücher die man gelesen haben sollte, und dabei meine ich nicht solche wie Romeo und Julia oder Hamlet, sondern zeitgenössische Literatur die vielleicht nicht nur Geschichten erzählt, sondern das Leben wiederspiegelt, und zwar so wie es ist. 
Dazu gehört für mich definitiv dieses Buch, dass ich mir gekauft habe als ich 15 war, und seitdem schon mehrfach gelesen haben.

Der Klappentext:
Mit zwölf kam Christiane F. in einem evangelischen Jugendheim zum Haschisch, mit dreizehn in einer Diskothek zum Heroin. Sie wurde süchtig, ging vormittags zur Schule und nachmittags mit ihren ebenfalls heroinabhängigen Freunden auf den Kinderstrich am Bahnhof Zoo.
Christiane F. berichtet mit minuziösem Erinnerungsvermögen und rückhaltloser Offenheit über die Schicksale von Kindern, die von der Öffentlichkeit erst als Drogentote zur Kenntnis genommen werden.
Das Buch, das in den 70er Jahren Deutschland erschütterte. 

Erschienen ist es im Harenberg Verlag, kostet 9,95€ und hat 333 Seiten
Das Buch könnt ihr z.B. *hier* bei Amazon kaufen

  E

Ich habe den Film nicht gesehen, habe es auch nicht vor und habe mich bewusst dazu entschieden die Lebensgeschichte von Christiane aus erster Hand zu erfahren. 
Christiane F. wächst in Berlin auf, im Plattenbau in dem Regel und Verbote zu Hauf existieren, Grünflächen und Angebote für die Kinder Mangelware sind. Mit nur 12 Jahren entscheidet sie sich dann bewusst dazu Drogen zu nehmen, und sprizt sich nur 1 Jahr später bereits Heroin.
Um sich die Sucht finanzieren zu können, entschließt sie sich ihren Körper zu verkaufen.

Binnen weniger Jahre steckt sie so tief im Sumpf aus Drogen, Prostitution und Gewalt wie es ein Mädchen ihres Alters nie erfahren sollte. Findet Freunde, sieht sie sterben, macht kalte Entzüge, verliert Freunde, wird rückfällig, Freunde sterben..

Dieses Buch hat mich tief bewegt und ist absolut lesenswert. Christiane F. beschreibt gnadenlos ihr Leben- und regt an darüber nachzudenken ob die Jugendlichen und Erwachsenen auf der Straße wirklich immer nur "faule Assis" sind..


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen