Klappentext:
Ende des Jahres 1943 werden Hetty Werkendam, ihre beiden Brüder Max und Jackie sowie ihre Eltern bei einer nächtlichen Razzia in Amsterdam aufgegriffen und später ins Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert. Zuerst bleibt ihre Familie noch zusammen, doch dann werden ihr Vater und ihre Mutter, zusammen mit anderen Eltern unter den Augen der Kinder auf einen Transport mit unbekanntem Ziel geschickt. Zurück im Lager Bergen-Belsen bleiben etwa vierzig Kinder, zwischen 10 Monate und 16 Jahre alt. Von den anderen als Ersatzmutter akzeptiert, organisiert Hetty zusammen mit anderen Kindern und einer polnischen Aufseherin den Überlebenskampf der Gruppe. Ihren Überlebenskampf in Bergen-Belsen notierte die Autorin des erste Mal wenige Tage nach der Befreiung des Lagers auf Wunsch der britischen Armee.
Erschienen ist es im Heltz Verlag, kostet 12,90€ und hat 344 Seiten.
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Worum geht es:
Hetty ist erst 13 Jahre alt, als das für sie Unfassbare geschieht. Sie und ihre Familie werden deportiert, und nur wenig später getrennt. Vor den Augen der Kinder werden die Eltern abtransportiert und Hetty bleibt mit ihren Brüdern, und der Ungewissheit ob und wie lange sie überleben können zurück.
Jeder von uns hat wohl zumindest schon mal den einen oder anderen Bericht über die Todeslager gelesen, oder zumindest in der Schule davon gehört, und doch ist es etwas ganz anderes davon zu lesen, und miterleben zu "müssen" was Menschen einander antun können. Ich muss glaub ich jetzt nicht genau erläutern was alles in den Vernichtungslagern passiert ist, und von daher ist dieses Buch um so erschreckender aber auch wunderbarer, denn während die Aufseher und Verantwortlichen der Zustände arglose Menschen dazu bringen, um des eigenen Vorteils Willen, was ja nicht selten gleich bedeutend war mit dem eigenen möglichen Überleben, ihre Mitgefangenen zu verraten etc. bildet sich unter diesen Kindern in Bergen- Belsen ein Zusammenhalt der im Enteffekt das Überleben fast aller Kinder sicherte. Sie geben sich Halt, beschützen sich gegenseitig und versuchen einander abzulenken vom ständigen Tod, Hunger, Krankheit und Elend um sie herum.
Meine Meinung:
Hetty schrieb ihre Geschichte erstmals grob nieder nachdem sie von den Briten befreit wurde, und daraus ist letztlich dieses Buch geworden. Ich muss ehrlich sagen, dass mich vorher niemals ein Buch so aufgewühlt hat, und ich eigentlich noch nie so viel während des Lesens geweint habe. Es ist unheimlich schwer zu ertragen oder überhaupt zu fassen wie Kinder Kinder retten unter Umständen die sich keiner von uns vorstellen kann.
Das Buch ist absolut schwere Kost, aber nunmal ein Teil unserer Geschichte der vielleicht auch von uns die wir ja nur in der 2./ 3. Generation davon erfahren mehr Beachtung geschenkt werden sollte.
5 von 5 Sternen
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