Sonntag, 11. Dezember 2011

Birgit Jaeckel - Die Druidin

 Klappentext:
120 v. Chr., südlich der Donau: Die junge Talia besitzt eine geheimnisvolle Gabe, die machtbesessene Druiden nur zu gerne für sich nutzen würden. Im Haus des einflussreichen Caran sucht sie Zuflucht. Dieser nimmt sie freundlich auf, denn er ahnt nicht, dass Talia die Tochter ist, die er einst zu töten befahl und die ihn deshalb hasst. Als der Vater in Lebensgefahr gerät, steht die junge Frau vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens ... 

Erschienen ist es im Knaur Verlag, kostet 9,95€ und hat 544 Seiten
Das Buch könnt ihr z.B. *hier* bei Amazon kaufen

 

Worum geht es? 
Talia wächst im Wissen darüber auf, dass ihr leiblicher Vater, Herrscher über Alte-Stadt, sie nach ihrer Geburt töten lassen wollte. Der Hass in ihr wächst, und noch eine andere Sache macht ihr zu schaffen. Seit sie 14 ist, kann sie bei Berührung die Seelen anderer Menschen sehen. Sie wächst auf bei den Druiden, die ihr von Anfang an prophezeien, dass ihre Gabe eine Gefahr für sie selbst und für andere ist. Talia will sich aber nicht in die Abhängigkeit der machtbesessenen Druiden geben, und flieht mit den Söldnern des Rabenvolkes, ein keltischer Stamm, nach Alte-Stadt.

Wie fand ich das Buch?
Ich liebe historische Romane ja wahnsinnig, liegt wahrscheinlich daran, dass ich einfach ein Grundinteresse an Geschichte habe. Und tatsächlich ist dieser Roman auch mehr historisch, als ein Phantasieroman, wie der Klappentext eigentlich vermuten lässt. Diese Gabe Seelen zu sehen von Talia wird ausreichend beschrieben, aber nicht ausgeschlachtet, so dass man mit ein wenig Phantasie sogar glauben könnte dass es so etwas tatsächlich gibt. Es spielt jedenfalls um 120 v. Chr. und thematisiert die keltischen Stämme. Die Geschichte ist auch wirklich wunderschön. Sämtliche Eigenschärften die ein Buch interessant machen sind darin enthalten: Liebe spielt natürlich eine große Rolle, aber auch Entbehrung und Verzweiflung, sowie Kriege, Angst und Leid- für einen historischen Roman nunmal unvermeidbar. Auch die Charaktere sind wahnsinnig toll dargestellt, ich hatte zeitweise das Gefühl alle Leute zu kennen und auch dort zu sein. 
Eine Sache gab es aber doch, die mich gestört hat- die historischen Fakten waren teilweise schlecht recherchiert oder ganz einfach falsch. Beispielsweise leben die Herrscher in 2stöckigen Häusern. Mh, damit waren sie dann aber offensichtlich 1200 Jahre vor ihrer Zeit. Andere Kleinigkeiten die falsch waren, sind mir auch aufgefallen, aber das tut der Qualität des Buches kein Abbruch: Es war toll!

Wer die Wanderhure oder Säulen der Erde mochte, wird das hier auch mögen :)


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