Montag, 13. Mai 2013

[Hörbuch-Rezi] Stieg Larsson - Verblendung

Klappentext:
Was geschah mit Harriet Vanger? Während eines Familientreffens spurlos verschwunden, bleibt ihr Schicksal jahrzehntelang ungeklärt. Bis der Journalist Mikael Blomkvist und die Ermittlerin Lisbeth Salander recherchieren. Was sie zutage fördern, lässt alle Beteiligten wünschen, sie hätten sich nie mit diesem Fall beschäftigt.

Verlag: Randomhouse Audio | Spielzeit: 10:05 h | Preis: 9,95€ | Buchseitenzahl: 704 | gelesen von: Dietmar Bär | Spielt in: Schweden, Stockholm| Originaltitel:
Man Som Hatar Kvinnor | Erscheinungsdatum: Februar 2009 | ISBN: 978-3866049949

 

Worum geht es: 

Durch eine scheinbare Intrige verliert Mikael Blomkvist beinahe alles was er sich jahrelang aufgebaut hat: In einer Enthüllungsstory prangert er die Machenschaffen eines landesweit berühmt-berüchtigten Geschäftsmannes an, nur auf Grundlage der Aussage eines alten Bekannten, und muss schnell erkennen dass er sich damit ziemlich in die Nessels gesetzt hat. Doch neue Arbeit bleibt nicht lange aus, denn ein anderer prominenter Geschäftsmann bittet ihn, für ihn zu arbeiten, in einer Sache die ebenso heikel wie aussichtlos erscheint: Vor etlichen Jahren verschwand die junge Hariet spurlos vom Anwesen der Familie, und kann nur das Opfer eines Verbrechens geworden sein, bei dem jeder Tatverdächtig ist. Doch die Tat liegt Jahre zurück, und die Indizien sind sperrlich. Trotzdem versucht sich Mikael an dem Fall.
Gemeinsam mit Lisbeth, einer rebellischen jungen Frau, taucht er in die Familiengeschichte ein, und fördert schreckliches zu Tage. 


Meine Meinung: 

Als wirklich spannend kann man es nicht bezeichnen, wie das Buch beginnt. Denn die ganze Anfangsgeschichte um Mikael Blomkvist ist zwar schon irgendwie interessant, plätschert aber mehr oder weniger nur vor sich hin. Keine blutigen Morde, keine grausamen neuen Erkenntnisse, keine überraschenden Wendungen, wie man es sonst von anderen Thrillern gewohnt ist. Erst nach gut 3-4h Hörbuchdauer, nimmt die Geschichte fahrt auf, und die Dinge beginnen sich zu entwickeln. Für meinen Geschmack leider zu spät.
Ab diesem Zeitpunkt wird die Story wesentlich mitreißender, bis zur schockierenden Aufklärung des Falls Harriert Wanger, aber bleibt dennoch nur mittelmäßig.

Grund dafür ist vermutlich die totale Sterotypisierung der Charaktere: Mikael und Lisbeth könnten so wie sie sind, aus der Geschichte geschnitten und in jede andere x-beliebige wieder eingesetzt werden. Beide sind Charakter die man schon 100 gesehen zu haben scheint. Vor allem aber ihre scheinbaren Superkräfte und Agentenmethoden an einfach JEDE Info zu kommen, lassen diese junge und sooo klischebehaftete junge Frau doch eher lächerlich als glaubwürdig erscheinen.

Ansonsten wird man aber doch sehr gut unterhalten, was vermutlich auch stark an dem Sprecher liegt: Dietmar Bär ist einfach ein begnadeter Sprecher, der der Geschichte den Schliff gibt, den der Autor versäumt hat. Dennoch hätte man den Verlauf gut und gerne um 100-200 Seiten kürzen können, ohne irgendwas an weltbewegender Handlung zu vermissen.


1 Kommentar:

  1. Ich hab dich geTAGgt. Vielleicht hast du ja Lust mitzumachen...
    http://kleineisa06.blogspot.de/2013/05/tag-schnitzeljagd-durchs-bucherregal.html

    Liebe Grüße

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