Donnerstag, 16. Mai 2013

[Rezension] Kiera Cass - The Selection (Bd. 1)

Klappentext:
Thirty-five beautiful girls. Thirty-five beautiful rivals...It's the chance of a lifetime and 17-year-old America Singer should feel lucky. She has been chosen for The Selection, a reality TV lottery in which the special few compete for gorgeous Prince Maxon's love. Swept up in a world of elaborate gowns, glittering jewels and decadent feasts, America is living a new and glamorous life. And the prince takes a special interest in her, much to the outrage of the others. Rivalry within The Selection is fierce and not all of the girls are prepared to play by the rules. But what they don't know is that America has a secret - one which could throw the whole competition...and change her life forever.

Verlag: Harper Collins | Seiten: 327 | Preis: £6,99 (7,80€ bei Amazon) | Format: Taschenbuch | Genre: Dystopie, Jugendbuch, Liebe | Deutscher Titel: Selection | Spielt in: im Gebiet der heutigen USA, jetzt umbenannt in "Illéa" | Erscheinungstermin: April 2012 | ISBN: 978-0007466696

Erster Satz:
"When we got the letter in the post, my mother was ecstatic."

 

Worum geht es:

Nach dem 4. Weltkrieg existiert das Land, das wir heute USA nennen, nicht mehr. An seine Stelle ist "Illéa" getreten, ein Land ähnlich der Vereinigten Staaten, und doch so unterschiedlich. Die wahrscheinlich größte Veränderung sind die Kasten, die jetzt das Leben der Menschen bestimmen: Man wird in sie hinein geboren, und nur durch Heirat lässt sich der eigene Status verändern. Ist man ein Mitglied der ersten Kaste, kann das Leben in vollen Zügen genossen werden, doch die Mitglieder der 8. Kaste kämpfen täglich um ihr Überleben.
America ist eine Fünf, nicht dauerhaft vom Hungertod bedroht, aber auch nicht auf der Sonnenseite des Lebens. Doch mit dem Brief, der alle jungen Mädchen zwischen 16 und 21 in Illéa erreicht, eröffnen sich ihr neue Welten. Sie kann ein Teilnehmer der Selection werden, ein Wettkampf in dem 35 Mädchen - unabhängig von Kaste und Einkommen - um das Herz von Prinz Maxon kämpfen, um ihn am Ende zu heiraten und Prinzessin von Illéa zu werden. 
America hat kein großes Interesse an einem solchem Spiel. Ihr Herz gehört bereits einem anderen, Aspen, doch ihrer Familie zu liebe nimmt sie an der Auswahl teil - und wird ausgewählt...

Meine Meinung:

Ich muss ja zugeben, dass ich mich vor allem von dem wunderschönen Cover habe anziehen lassen. Die Geschichte die einem dann aber auf dem Buchrücken versprochen wird klingt zugegebener Maßen aber alles andere als besonders ansprechend. Der Bachelor meets Dystopie, 2 gängige Formate die in Buch- und Fernsehkreisen gerade alle Welt begeistern. Trotzdem, gegen alle "Vernunft", habe ich mir das Buch gekauft, und mich auf das Abenteuer "Selection" eingelassen. 
Es beginnt dann leider genau so, wie man es erwartet hat: Einfach, belanglos und furchtbar vorhersehbar. Zwar ist der Schreibstil, wie für ein Jugendbuch normal, sehr leicht und unglaublich spannend zu lesen aber richtiges Interesse kam beim Lesen nicht auf.

Erst als ich das Buch dann das erste Mal weggelegt habe, im Glauben dass mich die Geschichte einfach nicht packen konnte, habe ich gemerkt wie sehr ich mich geirrt habe. Ich wollte weiterlesen. Sofort! Das Buch lag da, zugeschlagen, bereits von mir als "mittelmäßiger Mitläufer der Dystopie-Dreiecks-Geschichte" abgestempelt, und ließ mich doch nicht mehr los. 
Also hab ich weitergelesen, über die ersten lahmen 80 Seiten hinaus, und habe es jetzt quasi inhaliert. Die Geschichte nimmt einen einfach so sehr gefangen, dass man nicht mehr gehen kann, selbst wenn man wollte. 

Dabei sind die "Grundvorraussetzungen", die ein gutes Buch für mich ausmachen, nicht einmal gegeben: Die Charaktere sind sehr eindimensional: America ist nur gut, genau wie Maxon, während Celeste durch und durch böse ist. Das tut der Geschichte aber überraschenderweise keinen Abbruch. Eben so wenig wie die Tatsache, dass man von Anfang an weiß, wie dieser erste Teil enden wird.
Doch die ganze Geschichte ist so wunderschön romantisch, leicht kitschig teilweise, aber so zum schmachten und dahinschmelzen, dass mir das tatsächlich einfach völlig egal war. Ich habe mitgelitten mit America, mitgelacht und sie angehimmelt, auch wenn ich sie manchmal am liebsten aus dem Buch gerissen hätte und sie ein bisschen geschüttelt hätte.

Jetzt, am Ende des ersten Teils kann ich übrigens beim besten Willen noch nicht sagen, auf welcher Seite ich stehe: Anfangs war Aspen mein klarer Favorit, dann Maxon, und jetzt stehe ich wieder auf Position Null und kann mich nicht entscheiden, an wem mein Herz hängt. 


2 Kommentare:

  1. Ich möchte The Selection ger noch lesen. Aber ich hasse ja warten, daher werde ich wohl eher nicht anfangen, bis die Reihe nicht komplett ist :D

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  2. Genau gleich! Am Ende wusste ich auch nicht weiter...
    Aber Ich weiß zum Glück wie es aus geht

    Und ja, das mit dem schütteln hab ich mir auch oft vorgestellt. Weil sie so dämlich und vorhersehbar reagiert. Aber trotzdem bin ich jetzt Fan ;P

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