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Montag, 4. November 2013

Rachel Cohn & David Levithan - Dash & Lily's Book of dares

Klappentext:
“I’ve left some clues for you. If you want them, turn the page. If you don’t, put the book back on the shelf, please.”
So begins the latest whirlwind romance from the New York Times bestselling authors of Nick & Norah’s Infinite Playlist. Lily has left a red notebook full of challenges on a favorite bookstore shelf, waiting for just the right guy to come along and accept its dares. But is Dash that right guy? Or are Dash and Lily only destined to trade dares, dreams, and desires in the notebook they pass back and forth at locations across New York? Could their in-person selves possibly connect as well as their notebook versions? Or will they be a comic mismatch of disastrous proportions?

Verlag: Ember | Seiten: 272 | Preis: $8,99 (z. Z. 6,60€ bei Amazon) | Genre: Weihnachten, Jugendbuch | Spielt in: USA, New York City | Deutscher Titel: Dash & Lilys Winterwunder | Erscheinungstermin:  Oktober 2011 | ISBN: 978-0375859557

Erster Satz:
"Imagine this: You're in your favorite bookstore, scanning the shelves."



Worum geht es:
Lilys Weihnachten scheinen alles andere als schön zu werden: Ihre Eltern verbringen ihre nachträglichen Flitterwochen auf Fiji, ihr Großvater ist zu seiner Flamme in Florida gereist und ihr Bruder liegt krank, mit seinem neuen Freund im Bett. Und nicht einmal auf Geschenke kann Lily sich freuen, denn die wird es erst geben, wenn ihre Eltern zu Neujahr aus dem Urlaub zurück gekommen sind. Also wagt sie etwas, das sie ohne den letzten Stoß ihres Bruders nie getan hätte: Sie versteckt ein kleines rotes Notizbuch zwischen anderen Büchern in ihrer Lieblingsbuchhandlung, mit einer eindeutigen Aufgabe darin. Derjenige, und er möge doch bitte ein Junge im Teenageralter sein, der das Buch findet, löst das Lückenrätsel, beschreibt das Buch neu, und gibt es dem Verkäufer des Ladens. 
Dash - dessen Weihnachtsfeiertage nicht viel rosiger aussehen als die von Lily - findet das Buch tatsächlich, und so bahnt sich zwischen den beiden eine zarte, vorsichtige Freundschaft zwischen den Seiten des roten Notizbuches an.

Meine Meinung:
Weihnachtsbücher und ich sind wie für einander geschaffen, und so musste ich mir dieses Buch unbedingt kaufen, nachdem es mir als tolles Buch zur Weihnachtszeit ans Herz gelegt wurde. Der Klappentext klang auf jeden Fall vielersprechend, und so durfte das Buch vor kurzem bei mir einziehen und wurde auch prompt von mir gelesen. 
Gefallen hat es mir alles in allem wirklich gut, eine süße Geschichte, die ich mir auch toll verfilmt vorstellen könnte, die mich gut unterhalten hat. Allerdings finde ich auch, dass das Buch nicht uuuunbedingt das weihnachtlichste überhaupt ist - es hätte genauso gut zu jeder anderen Jahreszeit, oder jedem anderen Familienfest (z.B. Thanskgiving) spielen können, ohne das es der Geschichte geschadet hätte. Das ist an und für sich kein Kritikpunkt im Allgemeinen, für mich persönlich jedoch schon da ich anhand des Covers und des deutschen Titels einfach eine Weihnachtsgeschichte erwarte. 
Die Story ist wirklich zuckersüß, und ich war auf Anhieb schwer verliebt in Lily. So ein wundervoll ausgearbeiteter Charakter, so ein nettes Mädchen mit so viel bissigem Humor, dass ich wirklich seitenweise über sie lachen konnte. Die Sprache, derer sich die Autoren bedienen, ist einfach fantastisch. 
Mit Dash hingegen bin ich nicht wirklich warm geworden, aber das kann ja Gott sei Dank auch Lilys Sorge sein. 
Einen Stern möchte ich dem Buch jedoch dennoch, trotz der tollen Geschichte und Personen, abziehen. Der Grund dafür liegt im Ende. So ab 4/5 des Buches wird es doch sehr zäh, und man wartet nur noch auf ein Happy Ende, oder halt nicht. Aber doch, ich muss es leider sagen, die letzten Seiten waren leider eher langweilig.
Alles in allem ist das Buch jedoch wirklich süß, und ein schöner All-Ager für die Vorweihnachtszeit.


Montag, 2. September 2013

[Rezension] Lauren Oliver - Delirium (Bd. 1)

Klappentext:
They say that the cure for love will make me happy and safe forever. And I've always believed them. Until now. Now everything has changed. Now, I'd rather be infected with love for the tiniest sliver of a second than live a hundred years suffocated by a lie. There was a time when love was the most important thing in the world. People would go to the end of the earth to find it. They would tell lies for it. Even kill for it. Then, at last, they found the cure.

Verlag: Hodder and Stoughton | Seiten: 416 | Preis: £6,99 (7,90€ bei Amazon) | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Spielt in: USA, Maine, Portland | Deutscher Titel: Delirium | Erscheinungsdatum: August 2011 | ISBN: 978-0340980934

Erster Satz:
"It has been sixty-four years since the president and the Consortium identified love as a disease, and forty-three since the scientists perfected a cure."



Worum geht es:
Lena wächst in einer Gesellschaft auf, in der die Liebe als Krankheit klassifiziert wurde, als Krankheit die für alles schlechte in der Welt verantwortlich ist, denn Liebe tötet immer, egal ob man sie hat oder nicht. Und da das Gegenteil von Liebe Hass ist, kann aus diesem "Gefühl" nur schlechtes resultieren. Deshalb wurde eine Methode entwickelt, die Menschen von dieser Last zu befreien: Im Alter von 18 Jahren unterzieht sich jeder Mensch einer OP, bei der das Gehirn so verändert wird, dass Liebe nur noch eine wage Erinnerung der Kindheit bleibt und eine taube Zufriedenheit ihren Platz einnimmt. Das Leben läuft danach geregelter ab: Man heiratet seinen zugeteilten Ehemann, bekommt Kinder - die ohne große Gefühlsduselei großgezogen werden - und erzieht sie nach dem "Book of Shhhh", das genau beschreibt wie ein ordentliches Leben geführt werden sollte. Lena würde all das sofort unterschreiben und zählt die Tage bis zu dem Tag ihrer OP - bis sie Alex trifft...

Meine Meinung:
Wow, was für eine erschreckende Vorstellung, dass es den Wissenschaftlern gelingt, unsere Gehirne so zu verändern dass Liebe "ausgelöscht" wird und uns so vor allem Schmerz der Welt bewahren kann. Eine gruselige Vorstellung, aber lange nicht so vorstellbar wie die Ideen anderer Dystopien, eigentlich sogar ziemlich unvorstellbar und unmöglich. Dennoch gefällt mir der Gedanke des Buches sehr und verspricht eine spannende Dystopie. 
Doch so wirklich fesselnd ist das Buch nicht. Ich weiß nicht, wie ich es gut erklären kann, denn die Geschichte selbst hat mir sehr gut gefallen, und sobald ich wieder weitergelesen habe, war ich mitten drin und begeistert von der Story, nur hat mir dieses Gefühl gefehlt das ich sonst so oft beim Lesen habe. Dieses Zuklappen des Buches und dann zu überlegen wann man endlich wieder Zeit findet weiterzulesen.
Dennoch war es an den wenigsten Stellen langweilig oder gar zäh. Die Stellen gab es zwar auch, vor allem zum Anfang des Buches ehe Lena auf Alex trifft, aber ab diesem Zeitpunkt nimmt die Geschichte rasant an Fahrt auf und wird und bleibt bis zum Schluss spannend. Ich bin auch sehr froh, dass ich den zweiten Teil bereits zu Hause habe, denn das Buch endet dann mit einem gigantischen Cliffhanger. 
Auch die CHaraktere haben mir sehr sehr gut gefallen. Lena ist wirklich authentisch: Ein junges Mädchen auf der Schwelle zur Frau, die noch nicht ganz gefestigt ist in ihren Ansichten und Entscheidungen und sich im Laufe des Buches zu einer sehr starken jungen Frau entwickelt. Und auch Hana gefällt mir als Nebencharakter unglaublich gut. Auf sie und auf auf Grace bin ich in den folgenden Teilen sehr gespannt. Einzig Alex konnte mich nicht ganz überzeugen. Er ist die absolute Klischeefigur einer Jugenddystopie: gutaussehend, selbstlos, mutig und natürlich ein Rebel.

Aber dieser erste Teil verspricht ein toller Auftakt für eine ganz tolle Dystopie zu werden und ich bin unheimlich gespannt, wie es im 2. Teil weitergehen wird. 


Donnerstag, 16. Mai 2013

[Rezension] Kiera Cass - The Selection (Bd. 1)

Klappentext:
Thirty-five beautiful girls. Thirty-five beautiful rivals...It's the chance of a lifetime and 17-year-old America Singer should feel lucky. She has been chosen for The Selection, a reality TV lottery in which the special few compete for gorgeous Prince Maxon's love. Swept up in a world of elaborate gowns, glittering jewels and decadent feasts, America is living a new and glamorous life. And the prince takes a special interest in her, much to the outrage of the others. Rivalry within The Selection is fierce and not all of the girls are prepared to play by the rules. But what they don't know is that America has a secret - one which could throw the whole competition...and change her life forever.

Verlag: Harper Collins | Seiten: 327 | Preis: £6,99 (7,80€ bei Amazon) | Format: Taschenbuch | Genre: Dystopie, Jugendbuch, Liebe | Deutscher Titel: Selection | Spielt in: im Gebiet der heutigen USA, jetzt umbenannt in "Illéa" | Erscheinungstermin: April 2012 | ISBN: 978-0007466696

Erster Satz:
"When we got the letter in the post, my mother was ecstatic."

 

Worum geht es:

Nach dem 4. Weltkrieg existiert das Land, das wir heute USA nennen, nicht mehr. An seine Stelle ist "Illéa" getreten, ein Land ähnlich der Vereinigten Staaten, und doch so unterschiedlich. Die wahrscheinlich größte Veränderung sind die Kasten, die jetzt das Leben der Menschen bestimmen: Man wird in sie hinein geboren, und nur durch Heirat lässt sich der eigene Status verändern. Ist man ein Mitglied der ersten Kaste, kann das Leben in vollen Zügen genossen werden, doch die Mitglieder der 8. Kaste kämpfen täglich um ihr Überleben.
America ist eine Fünf, nicht dauerhaft vom Hungertod bedroht, aber auch nicht auf der Sonnenseite des Lebens. Doch mit dem Brief, der alle jungen Mädchen zwischen 16 und 21 in Illéa erreicht, eröffnen sich ihr neue Welten. Sie kann ein Teilnehmer der Selection werden, ein Wettkampf in dem 35 Mädchen - unabhängig von Kaste und Einkommen - um das Herz von Prinz Maxon kämpfen, um ihn am Ende zu heiraten und Prinzessin von Illéa zu werden. 
America hat kein großes Interesse an einem solchem Spiel. Ihr Herz gehört bereits einem anderen, Aspen, doch ihrer Familie zu liebe nimmt sie an der Auswahl teil - und wird ausgewählt...

Meine Meinung:

Ich muss ja zugeben, dass ich mich vor allem von dem wunderschönen Cover habe anziehen lassen. Die Geschichte die einem dann aber auf dem Buchrücken versprochen wird klingt zugegebener Maßen aber alles andere als besonders ansprechend. Der Bachelor meets Dystopie, 2 gängige Formate die in Buch- und Fernsehkreisen gerade alle Welt begeistern. Trotzdem, gegen alle "Vernunft", habe ich mir das Buch gekauft, und mich auf das Abenteuer "Selection" eingelassen. 
Es beginnt dann leider genau so, wie man es erwartet hat: Einfach, belanglos und furchtbar vorhersehbar. Zwar ist der Schreibstil, wie für ein Jugendbuch normal, sehr leicht und unglaublich spannend zu lesen aber richtiges Interesse kam beim Lesen nicht auf.

Erst als ich das Buch dann das erste Mal weggelegt habe, im Glauben dass mich die Geschichte einfach nicht packen konnte, habe ich gemerkt wie sehr ich mich geirrt habe. Ich wollte weiterlesen. Sofort! Das Buch lag da, zugeschlagen, bereits von mir als "mittelmäßiger Mitläufer der Dystopie-Dreiecks-Geschichte" abgestempelt, und ließ mich doch nicht mehr los. 
Also hab ich weitergelesen, über die ersten lahmen 80 Seiten hinaus, und habe es jetzt quasi inhaliert. Die Geschichte nimmt einen einfach so sehr gefangen, dass man nicht mehr gehen kann, selbst wenn man wollte. 

Dabei sind die "Grundvorraussetzungen", die ein gutes Buch für mich ausmachen, nicht einmal gegeben: Die Charaktere sind sehr eindimensional: America ist nur gut, genau wie Maxon, während Celeste durch und durch böse ist. Das tut der Geschichte aber überraschenderweise keinen Abbruch. Eben so wenig wie die Tatsache, dass man von Anfang an weiß, wie dieser erste Teil enden wird.
Doch die ganze Geschichte ist so wunderschön romantisch, leicht kitschig teilweise, aber so zum schmachten und dahinschmelzen, dass mir das tatsächlich einfach völlig egal war. Ich habe mitgelitten mit America, mitgelacht und sie angehimmelt, auch wenn ich sie manchmal am liebsten aus dem Buch gerissen hätte und sie ein bisschen geschüttelt hätte.

Jetzt, am Ende des ersten Teils kann ich übrigens beim besten Willen noch nicht sagen, auf welcher Seite ich stehe: Anfangs war Aspen mein klarer Favorit, dann Maxon, und jetzt stehe ich wieder auf Position Null und kann mich nicht entscheiden, an wem mein Herz hängt.