Freitag, 9. November 2012

[Rezension] Veronica Roth - Divergent

Klappentext:
Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und schließlich Ferox – die Furchtlosen …
Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie.
Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.
Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht…

Verlag: Harpercollins | Preis: 7,99£ | Format: Paperback | Seiten: 489 | dt. Titel: Die Bestimmung | Genre: Dystopie, Jugendbuch | ISBN: 978-0007420421
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Erster Satz:
"There is one mirror in my house."



Worum geht es:

Chicago in der Zukunft. Die Welt ist in ein neues System unterteilt, in dem jeder Mensch in seinem 16. Lebensjahr entscheidet, wie sein Leben fortan weitergehen wird. Denn die Menschen haben sich in 5 Fraktionen gespalten, denen man zugehört und denen man sein weiteres Leben widmen wird. Beatrice wuchs unter den Selbstlosen auf, doch der Test der vor der Entscheidung bei jedem gemacht wird, zeigt dass sie dort nicht bleiben wird. Denn sie ist nicht nur Selbstlos, sie zeigt auch Merkmale der Furchtlosen und der Ehrlichen- und ist damit eine Gefahr für das System. 
Sie entscheidet sich ihr weiteres Leben getrennt von ihrer Familie bei den Furchtlosen zu verbringen, und findet sich schon bald in einer Fraktion wieder, in der Mut und Gewalt höher gestellt sind, als sie es sich je hätte vorstellen können. 


Meine Meinung:

An dieses Buch hatte ich sehr hohe Erwartungen, wie das halt immer so ist wenn es diesen riesigen Hype um bestimmte Bücher gibt. Gesagt wurde, dass dieses Buch für alle "Fans" der Panem-Trilogie quasi ein MUSS ist, und man es definitiv lieben wird. Da ich mich selbst als großen, großen Anhänger von Dystopien bezeichnen würde, war ich natürlich unsagbar gespannt auf das Buch. Gelesen habe ich es aber auf Englisch, schon alleine aus Kostengründen.

Tja, so richtig weiß ich gar nicht, wie ich meine Gedanken zu dem Buch zusammenfassen und gut rüber bringen soll. Denn von Anfang an, habe ich mich an dem System der Gesellschaft gestört, einfach deshalb weil ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass es jemals so ein Fraktionenprinzip geben kann. Bei anderen Dystopien war dies jedoch noch nie mein Problem. Die Tatsache, dass man als Mensch immer nur entweder oder sein kann, ist völlig aus der Luft gegriffen, da ich mal annehme, dass niemand von uns sich jetzt spontan nur einer einzigen Fraktion zuordnen würde. Wer schlau ist, ist nicht hilfsbereit, wer mutig ist, ist nicht ehrlich. Unglaubwürdig. Und die die doch mehrere Charaktereigeneschaften in sich vereinen, sind eine Gefahr für die Gesellschaft. 

Auch Beatrice hat mir als Protagonisten überhaupt nicht gefallen. Ihre Handlungen sind unüberlegt, sie ist unsympathisch und  so sprunghafgt, dass sie mir einfach nur auf die Nerven ging. Ganz im Gegensatz aber zu Four- was für ein fantastisch ausgearbeiteter Charakter! Ich liebe diesen Typen einfach. Four ist vielseitig, vorausschauend und wesentlich greifbarer als Tris, Peter und Co. 

Das Buch hat auch nicht wirklich eine Handlung. Gut, es ist der Auftakt einer Trilogie, und da das Ende doch recht spannend war, darf man annehmen, dass das jetzt nur die Hinführung zu dem eigentlichen Thema des Buches war, aber mir 400 Seiten lang durchzulesen, welche Aufgaben man machen muss, ohne erkennbares Ziel der Geschichte, hat mich gestört. Da das Buch ja oft mit Panem verglichen wird, will ich es mal so formulieren: Das Buch handelt zu 400 von 500 Seiten in dem Trainingscamp der Tribute vor den Spielen. Man weiß jetzt zwar, wie das Hauptquartier der Mutigen und der Aufnahmetest  strukturiert sind, gebracht hat es aber eigentlich nicht mehr, außer dass wir nun wissen, dass Tris gewaltbereit ist und kein kleines zerbrechliches Mädchen.

Auf den letzten Seiten scheint der Autorin dann plötzlich eingefallen zu sein "Huch, das Buch ist ja gleich zu Ende- mach ich mal noch was RICHTIG krasses.", und fällt von hier auf hop in ein Attentat das völlig deplaziert wirkt. Plötzlich ist überall Gewalt und Krieg.

Das Ende rettet das Buch für mich ein bisschen, und ich meine wirklich das Ende, also die letzten 20 Seiten. Die lassen vermuten, dass der zweite Band dann nun doch fahrt aufnehmen wird, und die Handlung ein wenig mehr Spannung gewinnt. 

Ich werde den zweiten Teil auf jeden Fall lesen, und auch wenn die Rezension hier jetzt eher negativ war, gefielen mir Passagen doch auch mal so gut, dass ich dem Buch (gerade so) noch 3 Sterne gebe, und mich trotzdem auf die Fortsetzung freue.
     
     
 

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