Klappentext
Auch seinen fünften Geburtstag feiert Jack in Raum. Raum hat eine immer verschlossene Tür, ein Oberlicht und ist zwölf Quadratmeter groß. Dort lebt der Kleine mit seiner Mutter. Dort wurde er auch geboren. Jack liebt es fernzusehen, denn da sieht er seine »Freunde«, die Cartoonfiguren. Aber er weiß, dass die Dinge hinter der Mattscheibe nicht echt sind – echt sind nur Ma, er und die Dinge in Raum. Bis der Tag kommt, an dem Ma ihm erklärt, dass es doch eine Welt da draußen gibt und dass sie versuchen müssen, aus Raum zu fliehen …
Das Buch ist im Pieper Verlag erschienen, hat 409 Seiten und kostet 19,99€ als Hardcover
Das Buch könnt ihr z.B. *hier* bei Amazon kaufen
Worum geht es:
Stell dir vor, deine ganze Welt ist 15qm groß. Stell dir vor, du kennst nur 2 Personen. Stell dir vor, du bist 5 Jahre alt, heißt Jack, und weißt nicht, dass es noch eine Welt außerhalb von Raum gibt. Alles was es sonst noch gibt, das was man im Fernseher sieht, ist nicht echt. Es ist eben nur Fernseher. Das ist ja wohl ganz klar. Tiere sind Fernseher, Spielzeug ist Fernseher, Kinder sind Fernseher. Nur Jack, und Ma und Old Nick, die sind in echt.
Stell dir vor, du bist 5 Jahre alt, und bist plötzlich nicht mehr in Raum.
Meine Meinung:
Dieses Buch ist so packend, traurig und beängstigend, dass ich es in nicht einmal 24h durchgelesen habe, es weggelegt habe, und nicht mehr schlafen konnte. Weil alles, an das ich denken konnte war "Wie viele gibt es noch, in Raum?".
Ersteinmal, bevor ich noch mal kurz auf meine Meinung eingehe, möchte ich aber was sagen. Ich habe jetzt schon viele Rezensionen zu diesem Buch gesehen und gelesen, und eine Sache war dabei, die oft zu "Punktabzug" oder schlechteren Kritiken führte. Bemängelt wurde regelmäßig der Sprachstil: "Zu kindisch", "keine Artikel, dadurch wird das lesen erschwert" etc. Ich persönlich denke aber, dass das ganz genau so gewollt ist, und kein Ausdruck eines kindlichem Sprachniveaus ist. Viel mehr kam es bei mir so an, das "Raum, Zudeck und Schrank" Freunde, Vertraute für Jack waren, und genauso spricht er eben auch über sie. Ich spreche meine Freunde auch ganz selten mit "Die Mama", "der Schatz" an. Das hat dem Buch irgendwie sowas trauriges gegeben, teilweise konnte ich es gar nicht richtig ertragen, was die beiden dort durchmachen.
Generell war die ganze Situation so beklemmend, ich bin ernsthaft einmal gucken gegangen ob meine Tür noch einwandfrei funktioniert, weil diese Enge die Jack gewohnt ist, seine Mutter aber gequält so so greifbar ist.
Ich verrate nicht zu viel, der Klappentext sagt es ja ohnehin schon, gelingt den beiden dann eben die Flucht, und obwohl man weiß dass es für Sharon, also Jacks Ma, die Erlösung ist, sieht man auch die Panik und Abgrenzung von Jack, von dieser Welt da draußen.
Ihr seht, das Buch hat mich wirklich sehr berührt.

Klingt sehr ergreifend. Ich habe das Buch schon einmal irgendwo unter meinen Empfehlungen gehabt, aber dann doch wieder aus den Augen verloren. Werde es mir jetzt auf meine Wunschliste packen.
AntwortenLöschenLiebe Grüße