Dienstag, 25. Juni 2013

[Rezension] Lissa Price - Enders (Bd. 2)

Klappentext:
Die 16-jährige Callie lebt in einer Welt, in der eine unheimliche Katastrophe alle getötet hat, die nicht schnell genug geimpft werden konnten – nur sehr junge und sehr alte Menschen haben überlebt. Während die Alten ihren Reichtum seitdem stetig mehren, verfallen die Jungen einer anscheinend ausweglosen Armut. Die einzige Möglichkeit für die jugendlichen Starters, an Geld zu kommen, war bislang die Body Bank. Dort konnten sie ihre Körper an alte Menschen vermieten, um so ihr Überleben zu sichern. Callie ist es gelungen, die Machenschaften des skrupellosen
Instituts zu stoppen. Doch nun sieht sie sich einer viel größeren Gefahr gegenüber: Der Old Man, der mysteriöse Leiter der Body Bank, ist entkommen und trachtet Callie nach dem Leben. In einer erbarmungslosen Jagd wird ihr klar, dass das Geheimnis des Old Man dunkler ist, als sie es jemals erahnen konnte. Denn der Schlüssel dazu liegt in ihrer eigenen Vergangenheit verborgen.
Verlag: Ivi | Seiten: 352 | Preis: 15,99€ | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Spielt in: USA, Los Angeles | Originaltitel: Enders | Erscheinungstermin: Mai 2013 | ISBN: 978-3492702645
Erster Satz: 
"Als ich mit der Hand über meinen Hinterkopf strich, hätte ich schwören können, dass ich den Chip unter der Haut spürte."


 

Worum geht es:
Die Body Bank, Prime Destination, ist zerstört und Callie sieht einer sorgenfreien und vor allem hungerfreien Zeit entgegen. Soweit die Theorie, doch die Realität sieht anders aus. Denn obwohl das Gebäude der Body Bank der Geschichte angehört, hat der Spuk für Callie und die anderen Körperspender kein Ende: Noch immer kann der Old Man, und im Prinzip jeder andere Mensch auch, auf den Chip in ihrem Kopf zu greifen, und die Jugendlichen fremdsteuern, ohne dass diese in der Lage wären sich zu wehren. Callie stellt dabei noch eine Besonderheit da. Denn während andere ihren Körper übernehmen, kann sie mit den Menschen in ihrem Kopf kommunizieren. 
Einzig unter Tage oder in speziell gepanzerten Örtlichkeiten ist sie vor der Fremdübernahme geschützt. Bald schon lernt sie einen jungen Mann kennen, der ihr zu helfen versucht und gemeinsam schmieden sie einen Plan, alle Metallos aus den Fängen von Prime Destination zu retten. 

Meine Meinung: 
Das Buch, dieser zweite Teil der Diologie, ist anders als Band 1. Die Geschichte hat sich verändert, ist erwachsener geworden und auch Callie selbst hat sich vom kleinen Mädchen weiterentwickelt, zu einer Person die sich vor jedem und allem schützen muss, ohne sich selbst dabei zu verlieren. 
Die ganze Geschichte gewinnt irgendwie an Fahrt und wird deutlich spannender als ihr Vorgänger.
Ich kann jedoch nicht sagen, dass sich Callie unbedingt zum besseren verändert hätte: Sie ist furchtbar naiv, hat kein Rückrat und gibt sich mit jeder Situation zufrieden, bzw. hinterfragt nicht einmal ansatzweise Dinge die ihr angetan werden, oder die ihr offensichtlich schaden. Vergebung und Vergessen sind die Hauptfaktoren die all ihre Beziehungen zu den anderen Menschen im Buch bestens beschreibt. 
Das bezieht sich vor allem auf die Beziehung zu Hyden, die meiner Meinung nach von Anfang an irgendwie gestört ist, und sich auch nicht gerade verbessert. Aus meinen Augen - aus Sicht von Callie ist alles Friede, Freude, Eierkuchen mit kleinen Abstrichen. 
Das alles lässt sich deutlich als fiktiven Charakter dastehen, und nimmt dem Buch ein ganzes Stück Plastizität. 
Was mir noch etwas fehlt ist der Bezug zu den Personen aus dem ersten Band. Viele Charaktere die wir dort kennen gelernt haben, verschwinden einfach in diesem Buch oder verlieren an Bedeutung. Einiges klärt sich zum Ende auf, aber der Rückbezug fehlt mir dann doch.

Dennoch hat mir das Buch unglaublich gut gefallen, hat mich fesseln können und mir eine Welt vor Augen geführt, die vermutlich -erschreckenderweise - gar nicht so sehr abwegig ist. Die Medizin macht Fortschritte, und warum sollte sie in einigen Jahrzehnten nicht auch soweit sein können?!






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