Donnerstag, 4. Juli 2013

[Rezension] Mechthild Gläser - Nacht aus Rauch und Nebel (Bd. 2)

Klappentext:
Ich schrie nicht, während ich ins Bodenlose stürzte. Warum auch? Es gab keinen Grund, Angst zu haben. Zuerst kam die Schwärze, dann das Licht und dann die Stadt. Nacht für Nacht, wann immer ich einschlief.
Flora hat sich endlich an ihr neues Leben gewöhnt: Tagsüber geht sie zur Schule, nachts wandert sie nach Eisenheim, in das schattenhafte Spiegelbild unserer Welt, das von den Allmachtsfantasien des Eisernen Kanzlers bedroht wird.
Zwar ist es Flora gelungen, den Weißen Löwen, den Schicksalsstein Eisenheims, vor ihm zu verbergen, aber die Lüge, die sie darüber erzählen musste, hat sie und Marian, den Jungen, den sie liebt, entzweit.
Doch nun müssen sie sich gemeinsam einer neuen Gefahr stellen: Immer mehr Stadtbezirke von Eisenheim werden von einer unheimlichen Macht vernichtet und eine rätselhafte Prophezeiung deutet darauf hin, dass Flora und der verschwundene Weiße Löwe der Grund für die Zerstörung sind.

Verlag: Loewe | Seiten: 397 | Preis: 17,95€ | Genre: Fantasy, Jugendbuch | Erscheinungsdatum: Juni 2013 | Spielt in: Deutschland, Essen | ISBN: 978-3785574454

Erster Satz:
"Schwarz hing der Himmel über den Gassen von Eisenheim."


Worum gehts:

Floras und Marians Beziehung ist schwer beschädigt und quasi auf einer Nicht-Pärchen-Ebene angekommen. Die Schicksalsschläge die sie durch Eisenheim und den weißen Löwen ertragen mussten, war einfach zu viel für ihre junge Liebe. Und dennoch ist ihnen kein Abstand gegönnt, denn auch ihre Freunde, die Zwillinge, müssen beschützt werden, so dass sich die beiden zwangsläufig sehen.
Doch diese kleinere Katastrophe wird von einer viel schwerwiegenderen überschattet: Eisenheim wird vom Nichts bedroht. Dieser "Raum", in dem jegliche Materie fehlt und die vom menschlichen Geist nicht erfasst werden kann, frisst immer größere Teile von Eisenheim und reißt etliche der dort lebenden und arbeitenden Seelen mit sich in den Abgrund. 
Jedes Mal, wenn es wieder so weit ist, spürt Flora ein Ziehen in der Brust - und ahnt schon bald, dass dieses Unglück etwas mit ihr und dem versteckten weißen Löwen zu tun haben muss.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist deutlich spannender als der erste Teil dieser zweiteiligen Reihe um Eisenheim, und gewinnt deutlich schneller an Fahrt. Auch die, für mich etwas anstrengende Romanze zwischen Marian und Flora, wird Gott sei Dank nicht mehr ganz so breit getreten. An ihre Stelle treten wesentlich bedeutendere Probleme: Eisenheim steht vor dem Aus. Und von dem Punkt an, wo es sich nicht mehr verleugnen lässt wird das Buch unglaublich spannend und abwechslungsreich. 
Mechthild Gläser hat tatsächlich eine Welt geschaffen, in die man gerne abtaucht und die gerne auch noch in weiteren Geschichten thematisiert werden kann. Allerdings mit eiiinigen Veränderungen.
Denn genau wie in Band 1 ist auch hier das Buch wieder voller Logikfehler und unaufgeklärter Rätsel, die den Lesespaß ganz bedeutend behindern. Sachen werden eingebracht wenn sie gerade wichtig erscheinen, und nie wieder besprochen. Es geschehen Dinge, die im völligen Wiederspruch zur "Realität" stehen und im gesamten beendet man das Buch nicht wirklich befriedigt.
Auch fehlen mir die Charaktere, wie Linus, im 2. Band hier sehr. Zwar tauchen sie noch als Randfiguren auf, aber eine wirkliche Rolle spielen sie nicht.

Alles in allem kann ich sagen, dass die Geschichte auf jeden Fall Potential hat, mich aber nicht endgültig überzeugen kann. Die Idee dahinter ist toll, doch die Umsetzung nicht ganz so gut gelungen.
Und auch das Ende ist leider irgendwie zu oberflächlich und zuu schnell herbeierfunden.


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