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Freitag, 28. Juni 2013

[Rezension] Julie Kagawa - Unsterblich, Tor der Dämmerung (Bd. 1)

Klappentext:
 Nur sie kann die Menschheit retten
Unsere Welt ist in Dunkelheit getaucht. Die Menschen sind zu Gefangenen geworden. Nur wer sich an die Regeln hält, hat eine Chance zu überleben. Doch die junge Allison will sich nicht mehr an diese Regeln halten. Sie fordert das Schicksal heraus und lehnt sich gegen ihre Unterdrücker auf – mit ungeahnten Folgen.
Grenzen, Mauern und Verbote gehören zum Alltag der 17-jährigen Allison, seit sie denken kann. Denn sie wächst in einer Stadt auf, in der die Menschen von den Vampiren regiert werden, grausamen Fürsten der Nacht. Sie haben sich eine Luxuscity errichtet und lassen ihre Gefangenen, die ihnen regelmäßig Blutzoll schulden, für sich schuften. Jeder kleinste Verstoß gegen die Regeln wird geahndet, und Allison erfährt schon früh, dass ihr Leben nicht viel wert ist. Als sie vor die Wahl gestellt wird, zu sterben oder ihren Unterdrückern gleich zu werden, entscheidet sie sich für den Weg der Unsterblichkeit – und hofft, nun endlich unangreifbar zu sein. Doch vor den Toren der festungsartig abgeriegelten Stadt lauert etwas, vor dem sich sogar die Vampire fürchten …

Verlag: Heyne | Seiten: 608 | Preis: 16,99€ | Genre: Fantasy, Jugendbuch, Vampire | Spielt in: USA, Convington | Originaltitel: Blood Of Eden, Book 1: The Immortal Rules | Erscheinungstermin: Juni 2013 | ISBN: 978-3453268579

Erster Satz:
"Sie hängten die Unregistrierten in der alten Speicherstadt, es war eine öffentliche Hinrichtung, die sich jeder ansehen konnte."

 

Worum geht es:

Allison wächst in einer Stadt auf, die von Vampiren regiert wird, und in der man eigentlich nur verlieren kann als Mensch: Entweder man lässt sich registrieren, und dient den Vampiren als nichts anderes als billige Nahrung und lässt sich Blut abzapfen, unabhängig vom Alter oder gesundheitlichen Zustand, oder aber man gehört zu den Unregistrierten und entzieht sich damit jeglichem "sozialen Zuspruch", hungert und ist auf der ständigen Flucht vor der Obrigkeit. Allison entschied sich für letzteres und lebt nun das armselige Leben eines Straßenkindes, das ihr Schicksal mit vielen anderen teilt. 
Auf einem ihrer Streifzüge nach Nahrung, außerhalb der schützenden Mauern der Stadt in den verwahrlosten Ruinen ehemaliger Wohngebiete, die jetzt nur noch von den Verseuchten - vampirartige Zombies - beherrscht werden, läuft jedoch alles schief und Allison steht vor der schweren Entscheidung: Sterben oder selbst zum Vampir werden. Sie entscheidet sich, entgegen aller ihrer Wertvorstellung für das Überleben als Vampir und verachtet sich selbst dafür. Sie ist nun, wegen ihrer niederen Instinkte und ob sie es will oder nicht gezwungen, sich über lang oder kurz von menschlichem Blut zu ernähren. 
Das einzige Problem: Schon bald schließt sie sich einer Gruppe von Menschen an, die von ihrem wahren Wesen nichts wissen, und die ihr schnell ans Herz wachsen. Doch das Blut pulsiert unter ihrer Haut...

Meine Meinung:

Wer meine Rezension zu Plötzlich Fee gelesen hat, weiß ja dass ich nicht der größte Fan von Julie Kagawa bin. In diesem anderen Buch klaut sie sich quasi alle Ideen des Buches zusammen, um damit eine Geschichte zu schreiben die an alles erinnert, nur nicht an etwas eigenes von der Autorin selbst. Umso vorbelasteter bin ich an das Buch heran gegangen, mit gewissen Vorurteilen gegenüber ihrer Copy und Paste - Strategie, aber ohne großes Vorwissen über Vampirromane. Es kann also durchaus sein, dass auch dieses Buch wieder angelehnt ist an andere Geschichten, aber wenn dann weiß ich es nicht. Gott sei Dank kann man wohl sagen, denn so hat mir das Buch unfassbar gut gefallen.
Die Autorin schafft es eine wahnsinnig tolle, düstere und bedrohliche Atmosphäre zu schaffen, und eine Welt die man fast schon selbst sehen, riechen und fühlen kann, so ausgearbeitet sind die Details und Eindrücke. 
Und auch Spannung vermisst man beim Lesen nicht. Noch am Anfang und bis zum ca. 1/4 hat man keine Ahnung in welche Richtung die Geschichte verlaufen wird, und wird immer und immer wieder von neuem überrascht. Dabei ist die Geschichte an sich nicht unbedingt innovativ und ganz neu, erinnert sogar sehr stark an die Serie "The Walking Dead", bewahrt aber trotzdem ihren eigenen Charme.
Außerdem hat mir die Ausarbeitung der Charaktere wirklich zugesagt. Allison ist, wenn auch nicht immer sympathisch, doch eine sehr plastische und echte Person, die man sich auch gut im nicht-fiktiven Leben vorstellen könnte (von den vampirischen Eigenschaften mal abgesehen :D ).
 Was mich allerdings doch schon sehr gestört hat war, dass das das Buch nicht wirklich gut durchdacht war. Am Anfang wird lang und breit erklärt, dass Vampire sich ihren Instinkten nicht entziehen können und das es sie früher oder später überkommt. Aber Allison scheint davor geschützt: Allein durch ihren guten und starken Willen, und ihrem Willen ein netter Vampir zu sein, gelingt ihr das, was eigentlich unmöglich ist: Sie hat ihre Reflexe und Instinkte unter Kontrolle. Ähm. Ja klar.

Ansonsten aber ist das Buch sehr empfehlenswert, vor allem auch für Vampireinsteiger, wie mich, wenn man darüber hinwegsehen kann, dass sich Julie Kagawa auch in diesem Buch nicht unbedingt was ganz eigenes hat einfallen lassen. Dennoch hat mich die Geschichte überzeugt, seeehr gut unterhalten und hat mir total gefallen.

 

Freitag, 24. Februar 2012

[Rezension] Julie Kagawa - Plötzlich Fee Bd. 1, Sommernacht

Klappentext:
Meghan Chase wird sechzehn.Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als ihre wahre Liebe zu finden - bis sie an ihrem Geburtstag in die verwunschene Welt der Feen gerät und Ash begegnet, dem Prinzen mit den eisblauen Augen, ihrem Todfeind...

Verlag: Heyne | Format: Hardcover | Seiten: 496 | Preis: 16,99€ | ISBN: 978-3453267213
Kaufen könnt ihr das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon

 

Worum geht es:
Eigentlich sollte ihr 16. Geburtstag Meghans großer Tag werden, wäre da nicht ihr Stiefvater der offensichtlich ständig vergisst dass sie existiert, der Schulschwarm der sie vor der gesamten Schule blamiert und ihr plötzlich zum Dämon gewordener 4jähriger Bruder Ethan. Als sich dann zu allem Überfluss auch noch ihr bester Freund Robbie verwandelt, und ihr erklärt dass sie selbst zum Feenland gehört und ihr ihr kleiner Bruder dorthin gekidnappt wurde, ist klar: Das war wohl nicht der schönste Geburtstag ihres Lebens. 
Also machen sich die beiden auf ins Feenland um Ethan zu retten und stolpern von einer Katastrophe in die nächste, nur darauf bedacht überhaupt zu überleben unter all den wunder- und furchtsamen Geschöpfen die im Feenland leben.

Meine Meinung:
Ich hab mich wirklich sehr auf das Buch gefreut. Besonders angetan vom Cover hab ich mir die Kurzbeschreibung bei Amazon durchgelesen und hab das Buch direkt auf meine Wunschliste gesetzt. Die Story klingt toll, die Charaktere nett, es verspricht einfach ein tolles Buch zu werden.
Tja, Pustekuchen. Ich fand es furchtbar! 

Der Einstieg in die Geschichte war schon furchtbar zäh, und Meghan mir von Anfang an extrem unsympathisch. Sie verhält sich vollkommen naiv und einfach so, dass man sie auch nicht unbedingt gerne zur Freundin hätte. Als es dann aber langsam losging mit der eigentlichen Geschichte wurde ich schon etwas stutzig. Sie und Robbie betreten durch eine Tür im Schrank das Feenreich- wie bei Narnia- dass sich dann auch noch Nimmernie - erinnert ja kaaaum an Peter Pan- nennt. 

Klar, Geschichten ähneln sich in gewisser Weise irgendwie immer ein klein wenig, aber ich hatte ab der Stelle des Betreten das Gefühl als hätte Julie Kagawa ihr Buch dank Copy&Paste geschrieben. Es gibt kaum Abschnitte die nicht an irgendwelche großen, phantastischen Geschichten erinnern: Die unendliche Geschichte, Narnia, Alice im Wunderland und der kleine Hobbit. 
Es ist ja schön wenn man sich durch andere Geschichten inspirieren lässt, aber diese kaum abgewandelt zu übernehmen lässt mich schon sehr an der Autorin zweifeln.
Wenn sie wenigstens die Charaktere erfunden hätte, aber nein, auch diese sind zum Großteil Figuren aus anderen Geschichten. Die Hauptpersonen sind alles die Figuren aus Shakespeares "Sommernachtstraum" und selbst die Katze, die sich unsichtbar machen kann, ständig gehässig lacht und sie von einem Baum aus anspricht, erinnert mich doch stark an ein Mädchen im blauen Kleid. 

Alles in allem wäre das Buch vielleicht sogar schön gewesen, hätte ich die anderen Bücher nicht alle schon gekannt, aber selbst dann hätte ich auch keine 5 Sterne vergeben. Die Handlungsabläufe sind mir teilweise zu konfus, zu undurchdacht und bis zum Schluss bleiben Fragen offen. Es ist zwar eine Trilogie, aber selbst da sollte man nach Beenden des Buches nicht da stehen, mit etlichen Fragezeichen im Kopf.

Ich bin wirklich frustriert darüber, wie wenig mir das Buch gefallen hat, obwohl ich so gerne von Anfang an lieben wollte.


Vielen Dank an den Heyne Verlag 
für dieses Rezensionsexemplar :)