Klappentext:
Eine junge Frau irrt verzweifelt durch den Wald. In einer abgelegenen
Hütte findet sie Zuflucht. Zur gleichen Zeit erhält die Schriftstellerin
Fiona Seeberg in Berlin eine schreckliche Nachricht. Zwei Jahre nach
dem Verschwinden ihrer Tochter werden erneut Kinder entführt. Die Spur
führt Fiona und Kommissar Piet Karstens zu einer einsamen Hütte im
Spreewald. Offenbar wurden die Kinder dort einem grausamen Ritual
unterzogen. Und jede Hilfe scheint zu spät …
Verlag: Ullstein | Format: Taschenbuch | Preis: 8,95€ | Seiten: 352 | Genre: Thriller | ISBN: 978-3548282558
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Worum geht es:
Fionas Tochter Sophie ist nun seit 2 Jahren verschwunden, entführt von einer Person die sich offenbar nicht damit begnügt die Kinder den Familien zu entreißen, sondern den Eltern auch noch eine Botschaft in Form einer Blume schickt, um zu zeigen wer das Kind hat. In diesen 2 Jahren lief in Fionas Leben vieles schief, doch es scheint als ginge es immer noch tiefer. Denn die Kinder verschwinden weiterhin ohne das ein Täter gefasst wird, und neuste Ermittlungen zeigen, dass ihr eigener Freund Adrian in die ganze Sache involviert zu sein scheint. Und auch Theresa, Fionas neue Bekannte, scheint irgendetwas zu wissen..
Meine Meinung:
Was mir als erstes aufgefallen ist, ist das das Buch eine ganz schöne Mogelpackung ist. Auf den ersten Blick sieht das Buch schön dick aus, und die etwa 350 Seiten versprechen einige Stunden Lesespaß. Aber der Schein trügt, und ich kann mich an kein Buch erinnern, das kein Jugendbuch ist, das SO groß geschrieben ist, so große Zeilenabstände hat und so viele weiße Seiten enthält. Da wollte die Autorin offensichtlich mit mehr werben als eigentlich dahinter steckt.
Aber auch mit dem Inhalt den ich dann hatte war ich nicht zufrieden, denn die Handlung ist absolut platt, total konstruiert und trieft nur so vor "Wie-schreibe-ich-einen-Thriller-"Klischees. Ganz oft hatte ich den Eindruck, dass bestimmt Szenen nur deshalb entstanden sind, weil sie jetzt nochmal etwas gaaanz besonders cleveres und verwirrendes einbauen wollte. Leider missglückt, denn zumindest mir ging es so, aber ich wusste schon bei der ersten Erwähnung des letztendlichen Täters, das diese Person es sein wird.
Was mich aber noch ein wenig mehr gestört hat als die unsympathischen, konstruierten Charaktere war der Schlag mit dem Stereotypenhammer. Denn Lübbenau, die Stadt im Spreewald in der das Buch teilweise spielt, wird als kleines, unfähiges Dorf beschrieben, in dem mehr oder weniger unfähige Dorfburschen ermitteln, ist tatsächlich eine Stadt mit beinahe 20.000 Einwohnern, die sicherlich nicht die Polizei eines anderen Bundeslandes, Berlin, zu Hilfe rufen, wenn eine Leiche auftaucht.

Boah nee, ich hasse solche stereotypen Darstellungen. Gut, dass du den Blog hier führst, der bewahrt mich vor einigen Fehlkäufen.
AntwortenLöschenSchade, klang jetzt vom Klappentext her nicht so schlecht. Werde es aber dank dir auf keinen Fall auf meine sowieso schon überfüllte Wunschliste setzen. :)
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