Dienstag, 29. Oktober 2013

[Rezi] Alessia Gazzola - Herzversagen

Klappentext:
Ein neuer Fall für die charmante Rechtsmedizinerin Alice Allevi: Ein alter, renommierter Schriftsteller soll von seinen Söhnen entmündigt werden. Kurz darauf ist er tot, ein rätselhafter Abschiedsbrief liegt vor. Vieles deutet jedoch darauf hin, dass es kein Selbstmord war. Alice Allevi nimmt sich die Familiengeschichte und die Werke des Schriftstellers vor und entdeckt Ungereimtheiten, die sie an die Polizei weiterleitet. Auch in Alices Privatleben geht es turbulent zu: Die Beziehung zum Reisejournalisten Arthur scheint ohne Zukunft zu sein; dagegen beginnt ausgerechnet ihr Kollege Claudio Conforti einen heftigen Flirt mit ihr, und sie weiß nicht, wie sie damit umgehen soll. Und nicht zuletzt beschließt auch noch ihre geliebte Mitbewohnerin Yukino ganz plötzlich, zurück nach Japan zu gehen.

Verlag: carl's books | Preis: 14,99 | Seiten: 432 | Spielt in: Italien, Rom | Genre: Krimi, ChickLit | Originaltitel: Un segreto non è per sempre | Erscheinungsdatum: September 2013 | ISBN: 978-3570585146

Erster Satz: 
"Das Institu für Rechtsmedizin, an dem ich arbeite, ist wie ein eifersüchtiger Liebhaber, der lieber nimmt als gibt."


Worum geht es:
Alice ist mal wieder mitten drin, statt nur dabei - sehr zum Leidwesen ihrer Kollegen in der Gerichtsmedizin. Denn ein Mann, der von seiner Familie für unmündig erklärt werden sollte um ihn um seinen letzten Wunsch in seinen Testament zu bringen, stirbt. Ohne jegliche Anhaltspunkte wieso und woran. Der alte Mann hatte ein äußerst gespaltenes Verhältnis zu seiner Familie, sprach kaum noch mit seinen 4 Kindern, nur seine jugendliche Enkelin stand ihm noch wirklich nah. Doch ausgerechnet sie findet den Toten - und kann sich an nichts mehr erinnern. So beginnt Alice zu ermitteln, und hat dabei mal wieder viel zu engen Kontakt zu den Beteiligten, als für sie angebracht wäre...

Meine Meinung:
Letztes Jahr im Sommer erschien Alessia Gazzolas Debutroman "Mit Skalpell und Lippenstift", den ich nur kurz nach Erscheinen gelesen habe und super klasse fand. Mir gefiel die Mischung aus ChickLit und Krimi, das mit den bisherigen "Ladythrillern" die ich gelesen habe zu tun hatte. Es war witzig und lockerleicht mit einer sympathischen Protagonistin und zudem noch einen spannenden Fall. Deshalb habe ich mich natürlich schon sehr auf ihr neues, dieses, Buch gefreut und habe dem Erscheinungstermin entgegengefiebert. Zwar gefällt mir das Cover aaaabsolut nicht - es ist ja beinahe schon peinlich dieses pinke Monstrum in der Bahn aus der Tasche zu holen :D, aber eine gute Story hätte das allemal wett gemacht.
Leider aber muss ich sagen, dass dieser zweite Band mit dem ersten nicht wirklich mithalten kann. Die Geschichte kommt während des gesamten Buches nicht wirklich in Fahrt, ist einfach nicht spannend und legt so viele falsche Fährten, die von Anfang an auch als solche "enttarnt" werden. Jedes Familienmitglied war zu 100% einmal der oder die Verdächtige, und immer entpuppten sich die Indizien nach wenigen Seiten als irreführend. Dementsprechend "langweilig" und wenig überraschend war daher das Ende der Geschichte.
Auch fehlte dem Buch der Witz des Vorgängers. Der Charme von Alice aus Teil eins blieb irgendwie auch der Strecke und ihr Privatleben rückte völlig in den Hintergrund.
Dennoch ist es keineswegs ein schlechtes Buch, nur eben nicht das was ich erwartet habe. Es ist ein solider, durchschnittlicher Krimi mit dem einen oder anderen Schmunzel- Moment, aber für mich nicht unbedingt ein Anreiz die Gazzola-Reihe weiter zu verfolgen.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen