Klappentext:
Mein Name ist Francis Ackerman junior. Ich bin das, was man gemeinhin
einen Serienkiller nennt. Doch ich töte nicht wahllos, und jedes meiner
Opfer bekommt eine faire Chance, denn ich fordere es zu einem Spiel
heraus. Wer gewinnt, überlebt. Ich habe noch nie verloren. Die meisten
Menschen werden mich verabscheuen. Einige, die mir ähnlich sind, werden
mich verehren. Aber alle, alle werden sich an mich erinnern. Mein Name
ist Francis Ackerman junior. Ich bin die Nacht, und ich möchte ein
Spiel mit Ihnen spielen.
Verlag: Bastei Lübbe | Seiten: 400 | Preis: 9,99€ | Genre: Thriller | Spielt in: USA, Texas, Asherton | Originaltitel: The Shepherd | ISBN: 978-3404169238
Worum geht es:
Francis Ackerman junior ist das, was man sich unter einem wirklich kranken Serienmörder vorstellt: Er mordet wahllos, unabhängig von Alter, Geschlecht, Ethnie und Hintergrund. Und er tötet immer auf grausamste Art und Weise. Seine Methode ist, ein Spiel mit seinen Opfern zu spielen indem er sie vor unmenschliche Aufgaben stellt und ihnen so die Möglichkeit gibt, ihr eigenes Leben oder das anderer Opfer zu retten. Verlieren die Opfer das Spiel, steht ihnen ein qualvoller Tod bevor.
Zur gleichen Zeit, als Ackerman in dem kleinen Ort Asherton zuschlägt, bekommt die Stadt einen neuen Bürger: Markus, ehemaliger Polizist, ist eben erst in die Stadt gezogen, als er in die Mordfälle verwickelt wird, und er sich plötzlich als Hauptakteur in einem perfiden Spiel aus Macht und Machtmissbrauch wiederfindet...
Meine Meinung:
Das Buch hat mich, wie wahrscheinlich viele, vor allem erst einmal wegen seiner fantastischen Aufmachung angesprochen. Nicht nur die Covergestaltung ist mit ihren schwarzen Buchstaben auf schwarzem Hintergrund ziemlich gelungen und weckt das Interesse der Thrillerleser, auch der schwarze Buchschnitt und der minimalistische Klappentext sind sehr ansprechend.
Und zunächst konnte mich das Buch auch wirklich noch sehr begeistern. Es ist in vier Teile unterteilt, und der gesamte erste Teil ist genau so, wie ich mir das von einem guten Thriller erhoffe: Ein gnadenloser Mörder tötet seine Opfer ohne Mitgefühl und die Polizei steht vor einem Rätsel. Es ist sehr sehr grausam und brutal beschrieben, wer also eher zart besaitet ist, sollte von dem Buch vielleicht die Finger lassen, aber mich als eingesessenen Thriller- Fan hat das sofort überzeugt.
Doch dann kommt Teil zwei und schlagartig fand ich das Buch einfach nur noch schlecht. Die Wandlung die die Geschichte nimmt - und ohne zu viel zu spoilern - ist einfach lächerlich, denn plötzlich stellt man fest, dass die Polizei in den Fall verstrickt ist, und die ganzen Morde nur ein abgekatertes Spiel aus Selbstjustiz sind. Und ich dachte nur so "Hä?! Ist das jetzt deren Ernst? Was ist das denn bitte für ein Blödsinn?".
Mit zunehmender Seitenzahl wurde die ganze Geschichte einfach immer bizarrer und abgedrehter, unglaubwürdiger und schlechter und ich habe nicht nur ein Mal überlegt, das Buch abzubrechen um meine Zeit nicht an so eine miese Story zu vergeuden.
Ich bin allerdings doch dran geblieben, und zumindest der letzte Teil wurde wieder einigermaßen annehmbar. Deshalb, und wegen des guten ersten Teils, vergebe ich auch gerade noch so 3 Sterne, würde aber niemanden das Buch weiterempfehlen, erst recht keinen Liebhabern von Thrillern.
Am Ende bleiben zu viele Fragen offen und irgendwie hinterlässt das ganze Buch einen faden Beigeschmack.

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