Mittwoch, 23. Mai 2012

[Rezension] Michael Koglin - Blutengel

Klappentext:
Geheimnisvolle Botschaften, in die Haut der Opfer geritzt, ein perverser Serienmörder, Kommissar Mangold steht vor einem Rätsel
Die 35-jährige Tanja Binkel wurde in ihrer Berliner Wohnung mit einem Fuß an der Decke aufgehängt. In ihren Oberschenkel wurde ein lateinischer Spruch geritzt: „Semper aliquid haeret.“– „Es bleibt immer etwas hängen.“ An der Ostsee wird eine weitere Leiche mit einem eingeritzten Satz entdeckt. Dann ein Opfer in München und ein grausam hingerichteter Priester in Florenz. Der Hamburger Kommissar Mangold und seine Sonderkommission, zu der auch die Profilerin Kaja Winterstein gehört, arbeiten mit Hochdruck. Aber der Täter treibt ein perverses Katz-und-Maus-Spiel … und die Tatorte werden immer bizarrer.

Verlag: Goldmann | Format: Taschenbuch | Preis: 8,99€ | Seiten: 416 | Genre: Thriller/ Krimi | ISBN: 978-3442474110

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Worum geht es: 
Das erste Opfer taucht in Berlin auf. Eine junge Frau, die verkehrt herum von der Decke aufgehangen wurde, mit einem eingeritzten lateinischen Spruch im Oberschenkel. Auch das 2. Opfer, ein älterer Herr, wurde auf brutalste Weise hingerichtet, indem man ihn auf einer Sexschaukel ausbluten ließ- immer schön im Kreis schwingend. Und auch dieser Mann wurde mit einem Oberschenkelspruch gebrandmarkt. 
Die Mordserie schlägt immer größere Wellen, und schon bald hinterlässt der von der Presse getaufte "Shakespear- Mörder" Spuren auch außerhalb Deutschlands.
Mangold und sein eher unkonventionelles Team beginnt zu ermitteln, und steckt bald in einem Strudel aus Misshandlungen und Gewalt. 

Meine Meinung:
Also gleich am Anfang muss ich meckern! Dieses Buch ist der 2. Teil einer Reihe, und nirgendwo im Klappentext wird davon gesprochen. Ich habe das Buch geschenkt bekommen, und auch ihr ist es nicht aufgefallen. An sich steht das Buch als Geschichte zwar für sich alleine, aber andauern wird zurück gegriffen auf den vorherigen Fall. Fast kam es mir schon vor, als war der Autor so hin und weg von seinem ersten Roman, dass er ihn auch im zweiten nicht missen wollte. 
 Da hat die Protagonistin Kaja dann andauernd Angst vor einem gewissen Travenhorst, mit dem ich als Nicht-Leserin des ersten Bandes überhaupt nichts anfangen kann, Beziehungen sind mir unklar und ganze Handlungsstränge, zum Beispiel die Computerrecherche und das Genie von dem Autisten Peter bauen auf Teil 1 auf. Das hat mich beim Lesen extrem genervt..

Generell hat mich das Buch nicht überzeugen können. Frei nach dem Motto "Suuuper Idee, gut inszenierte Morde, aber schlecht umgesetzt." Ich verstehe nicht (wahrscheinlich wurde das auch in Koglins ersten Buch erklärt) wieso es der Polizei offensichtlich nicht möglich ist, als eigene Institution zu handeln. Das Team besteht nämlich gerade mal aus 3 Polizisten, von denen einer im Prinzip kurz vor dem Rauswurf steht, weil er Interna verletzt, und sonst 3 außenstehenden, die aber sooo supi sind, dass sie ermitteln könne. Ahja. 

Die Geschichte war dann eher holprig. Es geschieht zu viel gleichzeitig, als das man es alles verfolgen könnte geschweige denn nachvollziehen könnte. Das ganze ist unheimlich temporeich, dass zwar Spannung aufbaut aber nicht gerade zum Verständnis beiträgt. Auch jetzt nach dem Beenden des Buches, ist mir eigentlich nicht so ganz genau klar, wie der Fall nun aufgeklärt werden konnte. Jemand hatte immer irgendeinen Einfall, der dann natürlich stimmte, und schwups mit etwas Glück hatte man den Täter. 




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