Mittwoch, 30. Mai 2012

[Rezension] Natasha Solomons - Als die Liebe zu Elise kam

Klappentext:
Du kannst mehr als nur ein Leben leben. Im Frühling des Jahres 1938 kommt Elise Landau nach Tyneford House, einem Anwesen an der Südküste Englands. Die junge Jüdin aus wohlhabender Familie erwartet hier eine Anstellung als Hausmädchen. Eltern und Schwester musste sie in Wien zurücklassen. Über England weiß Elise nichts – nur, dass es ihr dort nicht gefallen wird. Doch tapfer poliert sie Silber und serviert Drinks, mit der Perlenkette ihrer Mutter unter der Schürze. Einziger Lichtblick: Kit, der Sohn des Hausherrn. Mit ihm erlebt sie ihre erste zarte Liebe – eine Liebe gegen die Konventionen. Dann erreicht der Krieg das beschauliche Dorset und beschwört Ereignisse herauf, die Tyneford House und seine Bewohner für immer verändern. Elise erkennt, dass sie keine andere Wahl hat, als ihr altes Leben komplett hinter sich zu lassen ...

Verlag: Kindler | Seiten: 512 | Preis: 19,99€ | Format: Gebunden | Genre: Familiendrama; historischer Roman; Liebe | ISBN: 978-3463405797
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Worum geht es:
Zwar sieht Elise nicht so wunderschön aus wie ihre Schwester Margot, und singt auch nicht so toll wie Anna, ihre Mutter, aber im Prinzip ist sie schon sehr glücklich in ihrem großzügigen Zuhause in Wien, umgeben von ihren Liebsten. Doch der Krieg steht vor der Tür, und sie als Jüdin könnte davon betroffen werden. Um dem eventuellen Schlamassel zu entkommen, beschließen Elises Eltern in die USA zu gehen, und Elise, sobald ihr Visum da ist, nachzuholen. Solange soll sie als Haushaltshilfe in einem englischen Herrenhaus dienen, und dann in Kürze nachkommen.
Doch Elises Eltern bekommen kein Visa.
Zudem verliebt sie sich in den Sohn ihres Hausherren, Kit. Doch ihr Verliebtsein steht unter einem schlechten Stern.. Als jüdische Putzfrau in den Zeiten des Krieges im kleinen englischen Tyneford.

Meine Meinung:
Um es kurz zu machen: Ich habe gehofft, gelacht, geweint, Elise verflucht, Kit verflucht, Elise geliebt, mit ihr mitgefiebert, für sie gehofft, um sie gehofft, die Landschaft genossen, ihr Leben genossen, ihr Leben verabscheut. 
Im Prinzip deckt dieses Buch jedes Gefühl ab, das man nur haben kann. Die Geschichte hat mich auch ohne tränenziehende Litanei tief berührt und bewegt.
Der Krieg wird aus einer ganz anderen Perspektive dargestellt und vom Leser betrachtet, ohne dabei weniger schrecklich oder viel erträglicher zu sein. Elise geschieht so viel Unglück, und doch versucht sie immer das beste aus dem zu machen, was sie (noch) hat. Sie gibt sich nicht auf, sie glaubt an sich und an andere, und schafft es so, sich aus einer scheinbar ausweglose Situation in eine erträgliche zu kämpfen. Doch jedes Mal, wenn ihr ein klein wenig Glück vergönnt ist, holen die Schatten sie wieder ein.



1 Kommentar:

  1. Eine schöne Rezension. Mir hat dieses Buch auch so gut gefallen. Es ist in seinem Aussehen und seinem Inhalt in diesem Jahr so mit mein größter Liebling bisher!
    Grüße,
    Charlousie

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