Klappentext:
Venedig im Jahr 1509: Ein machtvolles Glasartefakt und die letzte
Erinnerung an einen verschwundenen Vater … Eine uralte Fehde zweier
verfeindeter Völker … Und ein Mädchen, das nicht ahnt, dass es den
Schlüssel zur Rettung Venedigs in seinen Händen hält …
Verlag: Heyne | Format: Hardcover | Preis: 16,99€ | Seiten: 384 | Genre: Jugendbuch, Fantasy, Historischer Roman | empfohlenes Alter: 14-15 | ISBN: 978-3453267381
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Worum geht es:
Wasser- und Feuerleute befinden sich im Konflikt, doch nur das Zusammenspiel beider kann das bedrohte Venedig retten. Als Milla, das Feuermädchen, die Ratschläge ihrer Tante in den Wind schlägt, sich nicht mit den Wasserleuten, besonders nicht mit Luca, einzulassen, begeht sie einen großen Fehler. Doch auch die Feuerleute sind nicht alle das, was sie vorgeben zu sein. Un plötzlich befindet sich Milla zwischen den Fronten, zwischen Familie und erster Liebe, zwischen Feuer und Wasser, zwischen der Suche nach ihrem Vater und der Suche aller anderen nach ihrem Vater. Nur eines verbindet sie alle: Die Suche nach der gläsernen Gondel.
Meine Meinung:
Ich muss vorher sagen, dass ich das Buch ganz offensichtlich nicht verstanden habe, und daraus folgend gebe ich meine Rezension ab. Mein riesen großes Problem von Anfang an, war nämlich dass ich einfach nicht wusste in was für einer Geschichte ich mich befinde. In einem Fantasyroman, in dem Feuer- und Wasserleute auserwählte Menschen sind, die besondere Gaben besitzen oder in einem historischen Roman, in der sich die Leute eben nur Wasser- und Feuer zugehörig fühlen, orientiert an ihrer Berufswahl etc.? Ich konnte diese Frage bis zuletzt nicht beantworten, und mir war schlicht und einfach nicht klar, ob und wie sehr sich Milla dieser ihrer Gabe bewusst ist?
Das hat mich schon ziemlich beim Lesen gestört und mir auch definitiv einiges an Interesse genommen. Vielleicht habe ich es nur überlesen, aber ohne diese Gewissheit hat es mir schlicht und einfach keinen Spaß gemacht.
Unabhängig davon finde ich das Buch für Jugendliche auch wirklich schön. Jedoch ist es meiner Meinung nach wirklich eher ein Buch für Jüngere (wozu ich mich jetzt mit 21 Jahren einfach auch nochmal zähle), und ist eine schöne Mischung als historischem Roman, irgendwie Fantasy und natürlich wieder viel Liebe auf den ersten Blick, ersten Küssen und ganz viel Verwirrung.
Die Szenerie Venedigs wird unheimlich schön beschrieben, und das Buch hat mich sehr neugierig gemacht, mir irgendwann die Stadt selbst anzusehen. Auch die Charaktere waren gut ausgearbeitet, nicht zu eindimensional und vorhersehbar und doch recht realistisch geschrieben.
Milla hingegen finde ich eher flach, und Luca ist mir einfach viel zu unsympathisch beschrieben, als dass ich die Liebesgeschichte nachvollziehen könnte.
Was mir persönlich jetzt noch aufgefallen ist, bei sowas bin ich allerdings auch überempfindlich, ist der Ausdruck. Es werden meiner Meinung nach viel zu viele unhistorische Begriffe benutzt, Lebensumstände historisch schlecht dargestellt (beispielsweise war es Menschen der ärmeren Schichten, wie sie Milla und ihre Familie einfach sind, kaum möglich sich Wohnungen mit mehreren Zimmern zu leisten, in denen Kinder eigene Zimmer, geschweige denn Betten hatten- dieses Streben nach Privatsphäre war im Mittelalter noch gar nicht so intensiv vorhanden), bedingt ist das aber wahrscheinlich dadurch, dass es sich um ein Jugendbuch hält. Die Sprache ist schön flüssig, aber generell auch eher einfach.

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