Donnerstag, 4. April 2013

[Rezension] Caragh O'Brien - Der Weg der gefallenen Sterne (Bd. 3)

Klappentext:
Die junge Gaia Stone ist Hebamme. Doch in einer zerstörten Welt kann auch sie den verlorenen Kindern nicht mehr helfen, und so trifft Gaia eine schwere Entscheidung. Gemeinsam mit einer Gruppe junger Siedler verlässt sie das Ödland, um zur Stadt hinter der Mauer zurückzukehren und um Hilfe zu bitten. Werden sie die gefährliche Reise überstehen? Und wird sich Gaias Hoffnung auf eine bessere Zukunft endlich erfüllen?

Verlag: Heyne | Format: Hardcover | Seiten: 352 | Preis: 16,99€ | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Spielt in: Fantasieland | Erscheinungsdatum: April 2013 | Originaltitel: Promised - Birthmarked 3 | ISBN: 978-3453267435

Erster Satz:
"Gaia legte einen Pfeil ein und spannte den Bogen."




Worum geht es:
Die Reise von Sylum zurück zur Enklave ist lang und beschwerlich. Keiner dachte, dass die große Gruppe von Menschen, die auf ein besseres Leben fernab von zu Hause hofft, so unbeschadet den langen, gefährlichen Weg schaffen würde, doch plötzlich taucht es vor ihnen auf: Der Trockensee, vor den Mauern der Enklave, angrenzend an das ärmliche Dorf Wharfton. 
Doch der Protektor hat nicht vergessen unter welchen Umständen Gaia und Leon fliehen konnten. Und Verzeihen gehört nicht zu seinen Stärken. 
Schnell entbrennt der Kampf ums Wasser, das nur von der Enklave bereit gestellt werden kann. Doch die Verhandlungen gestalten sich schwierig, und Gaia muss Entscheidungen treffen, um über das Leben der Bewohner von Neu Sylum zu zukunftsweisend zu bestimmen. 

Meine Meinung:
Ich sag es mal so: Das Buch war für mich, als riesiger Fan der ersten beiden Bände, eine herbe Enttäuschung. Seit Monaten habe ich auf das Erscheinen des dritten und letzten Bandes hingefiebert, und war mir sicher dass auch dieses Buch mich wieder absolut vom Hocker reißen wird. 
Doch das Finale dieser eigentlich so großartigen Geschichte war schlichtweg enttäuschend. 

Es begann schon damit, dass viele Informationen, die in den vorherigen Bänden vielleicht nur nebensächlich thematisiert wurden, in diesem Buch auch als klar gegeben und selbstverständlich hingestellt wurden. Das ist vielleicht problemlos wenn man die Bücher in kurzen Zeitabständen liest, doch zwischen Band 2 und 3 lagen bei mir eben die 12 Monate des neuen Erscheinungstermins, und vieles konnte ich einfach nicht mehr einordnen oder musste es umständlich im Internet nachlesen. 

Andererseits werden aber Problematiken aus den vorherigen Büchern gar nicht aufgegriffen, und es entsteht eine ganz eigene, neue Geschichte, mit wenig Bezug zum vorherigen Verlauf, aber mit den gleichen Protagonisten. Mir hat dieses Problem, die Gefahr dieses letzten Bandes am wenigsten gefallen. Zwar ist das Wasserproblem elementar für das Überleben der Bewohner von Neu Sylum, aber die Verhandlungen und das Hin&Her zwischen Gaia und dem Protektor ziehen sich wie Kaugummi, obwohl der Leser bereits von vornherein weiß, wie das Buch ausgehen wird. Unerwartete Wendungen bleiben komplett aus.

Bis auf natürlich den "Vorschlag" den Gaia von der Enklave im Austausch für das Wasser enthält. Ich werde nicht spoilern, aber mit dieser dramatischen Wendung hätten wohl die wenigsten gerechnet. Es gibt dem Buch etwas erwachseneres, bedrohliches und hält die Spannung, die sonst eher schwerlich zu finden war. 

Auch gefällt mir die Ausarbeitung einiger Charaktere ganz besonders. Gaia zählt nicht dazu, aber gerade Leon, der Protektor oder auch die vielen Helfer in dem Buch haben einen tollen Beitrag zum Buch geleistet.

Im Endeffekt bewerte ich das Buch mit 3 Sternen. Mich hat das Finale überhaupt nicht zufrieden gestellt, sogar noch eher enttäuscht und ist in meinen Augen leider kein würdiges Ende für diese ansonsten bisher so tolle Trilogie. 
Dennoch ist es kein schlechtes Buch, das trotz einiger Hänger ganz nett ist, und zumindest das Buch auf keine 0/8/15-Art beendet.




1 Kommentar:

  1. Ich werd die Reihe trotzdem anfangen...jetzt, wo es alle drei Bücher gibt :)

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