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Montag, 15. April 2013

[Rezension] Kerstin Gier - Saphirblau

Klappentext:
Frisch verliebt in die Vergangenheit, das ist keine gute Idee. Das zumindest findet Gwendolyn, 16 Jahre alt, frisch gebackene Zeitreisende. Schließlich haben sie und Gideon ganz andere Probleme. Zum Beispiel die Welt zu retten. Oder Menuett tanzen zu lernen. (Beides nicht wirklich einfach!) Als Gideon dann auch noch anfängt, sich völlig rätselhaft zu benehmen, wird Gwendolyn klar, dass sie schleunigst ihre Hormone in den Griff bekommen muss. Denn sonst wird das nichts mit der Liebe zwischen allen Zeiten!

Verlag: Arena | Seiten: 400 | Format: Hardcover | Preis: 16,99€ | Genre: Fantasy, Jugendbuch, Zeitreisen | Spielt in: Großbritannien, London | Erscheinungsdatum: Januar 2010 | ISBN: 978-3401063478

Erster Satz:
"Es war dunkel in den Gassen von Southwark, dunkel und einsam."




Worum geht es:
Na ganz wunderbar, sie war tatsächlich bin über beide Ohren verknallt in Gideon. Gideon, dieses aufgeblasene Ekelpaket, das alles besser wusste und auf Teufel komm raus mit Charlotte, Gwens hochnäsiger Cousine und ehemaliger "Schatz der Familie", flirtete. Doch was soll man machen, wenn man plötzlich gezwungen ist, den heißesten Typen der Welt (der sogar Violine spielen konnte UND dabei auch noch verboten gut aussah - wenn er wenigstens Segelohren hätte) jeden Tag zu sehen, und mit ihm in die Gegenwart zu springen. Ist ja auch noch nicht komisch genug, das Zeitreisegen in sich zu tragen. Nein, dazu kommt noch, dass ihr ganz offenesichtlich niemand in der Geheimen Gesellschaft traute, der Graf Saint Germain ein Verrückter mit übersinnlichen Kräften war, und die Benimmregeln um einiges komplizierter als gedacht. 


Meine Meinung:
Normalerweise lese ich nie (nicht einmal wenn die Folgebände schon im Regal stehen), eine Reihe oder Trilogie direkt hinter einander. Dieses Mal habe ich es getan - weil ich einfach nicht genug bekommen kann von Gwen und Gideon, und vor allem Leslie und Xemerius. 
Die Geschichte geht genau so spannend, wenn nicht besser, weiter als der erste Teil aufgehört hat und innerhalb von wenigen Minuten ist man wieder mitten drin in der wirklich konfusen Welt von Gwen. 

Ihre herrliche trockene Art (und etlichen Tränenausbrüche) verleihen dem Buch eine Leichtigkeit, die ich oft bei Büchern suche und selten finde. Normalerweise ist man bei Jugendbüchern, in denen es vor allem auch um die erste junge Liebe geht, gewohnt, dass sie furchtbar schnell ins kitschige abdriften, und das die Protagonisten auch mit ihren Teenager-Alter und nach manchmal wenigen Tagen, Gefühle für einander haben, die andere Menschen ihr Leben lang suchen. Und sich das dann natürlich auf die höchst möglich schnulzige Art Seite für Seite beteuern. 
Gott sei Dank ist das bei Saphirblau nicht so- sondern echt, undschuldig und für uns als Leser einfach super putzig :D 

Die Geschichte ist auch kein eigenstehendes Abenteuer, wie man das aus vielen Trilogien kennt, sondern knüpft nahtlos an die Probleme und Verwirrungen aus Band 1 an. Viele werden aufgeklärt, einige bleiben im Dunkeln, neue kommen hinzu aber alles in allem kommen wir der Lösung des Rätsels immer näher. Und von Seite zu Seite wird es spannender.
Das Buch endet dann auch mit einem unheimlich fiesen Cliffhanger, aber da ich Band 3 bereits zu Hause liegen habe (und auch schon begonnen), ist das für mich kein Problem.

Alles in allem kann ich bis jetzt schon sagen, dass diese Reihe für mich mit riesigem Abstand das beste ist, was ich seit langem gelesen habe! 


Freitag, 12. April 2013

[Rezension] Kerstin Gier - Rubinrot

Klappentext:
Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Das man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!

Verlag: Arena | Format: Hardcover | Preis: 15,99€ | Seiten: 345 | Genre: Fantasy, Jugendbuch, Zeitreise | spielt in: Großbritannien, London | Erscheinungsdatum: Januar 2009 | ISBN: 978-3401063348

Erster Satz:
"Während sie sich auf die Knie fallen ließ und anfing zu weinen, schaute er sich nach allein Seiten um."


Worum gehts:

Charlotte ist etwas besonderes. Charlotte hat besondere Hobbies. Und Charlotte ist die anmutigste Person, mit ihrem verkniffenen Mona Lisa Lächeln, die sich Gwendolyn vorstellen kann. Denn ihr ganzes Leben lang wurde Charlotte, Gwendolyns Cousine - die auch noch mit ihr im gleichen Haus wohnt - darauf vorbereitet, dass sie nach ihrem 16. Geburtstag durch die Zeit wird reisen können. Denn sie trägt das Zeitreise-Gen in sich, das nur 12 Menschen jemals hatten, und das ihr ermöglicht, die Welt in anderen Zeiten zu erleben. Alle warten auf die angekündigten Schwindelanfälle, die das Anzeichen für den ersten Zeitsprung sind, doch so wirklich will sich dieses Gefühl nicht bei Charlotte einstellen.
Und dann passiert es, mitten auf der belebten Oxford Street am helllichten Tag. Ihr wird schwindelig, und plötzlich befindet sie sich irgendwann in der Zeit, nur nicht im Hier und Jetzt. Gwendolyn. Nicht Charlotte. Denn allen Prophezeiungen zum Trotz ist es die "unscheinbare" Gwen, die durch die Zeit reisen kann. Sie ist mit der Situation völlig überfordert- und komplett unvorbereitet. Doch leider kann man sich nicht aussuchen Träger zu sein, oder nicht, und die große Aufgabe um das große Geheimnis muss erfüllt werden- ob Gwendolyn davon nun begeistert ist oder nicht. 


Meine Meinung:

Nachdem ich verbal schon Schläge bekommen habe, wieso ich das Buch denn noch immer nicht gelesen habe, habe ich mich doch überzeugen lassen, und habe die Bücher der Edelsteintrilogie angeschafft. Und um es mal gleich vorweg zu nehmen: Ihr alle hattet Recht- das Buch ist fantastisch, und es ist eine Schande, dass ich nicht schon früher auf die Reihe aufmerksam geworden bin.
Dabei hatte ich bisher nie wirklich großes Interesse an Zeitreiseromanen. An historischen Romanen schon, aber die Vorstellung von Menschen die durch die Zeit reisen können ist zwar faszinierend aber mir irgendwie doch zu abgedreht. Dachte ich zumindest bis jetzt. Denn hat man einmal angefangen, ist das Aufhören quasi unmöglich. Und auf einmal erscheint es auch überhaupt kein bisschen mehr kurios, dass ein 16 jähriges Mädchen nach einer Ohnmacht plötzlich hunderte Jahre zuvor erwacht, oder Gespräche mit ihrer Urururgroßmutter führen könnte, ehe die überhaupt ans Kinderkriegen denkt. 

Besonders die Szenerie finde ich unheimlich gut gewählt. Denn obwohl Kerstin Gier eine deutsche Autorin ist, spielt die Geschichte in London - und hätte besser gar nicht gewählt werden können. So viele kleine 
Details komplettieren die Story und machen sie so einzigartig, und gerade England hat auch eine wahnsinnig spannende Geschichte in der Frühen Neuzeit zu erzählen. 

Die Geschichte zwischen Gwendolyn und Gideon beginnt sich auch zu entwickeln, und obwohl man sich natürlich denken kann, wie in etwa es in den beiden Folgebänden weiter gehen wird, finde ich es genau richtig, wie die beiden sich kennenlernen und miteinander umgehen. Nämlich nicht "knall,bum,peng- erster Blick und große Liebe. Schmacht."

Ich bin jetzt jedenfalls restlos überzeugt, und habe vor -was sonst nie meine Art ist - direkt jetzt im Anschluss den 2. Band zu lesen. Ich kann einfach nicht abwarten, wie es weiter geht. Allein schon des großen Geheimnis wegen, dem wir als Leser ja noch weeeit entfernt sind.