Klappentext:
Seit Jahren bewahrt Eddie einen alten, handgestrickten Pullover auf. Das enttäuschendste Weihnachtsgeschenk seiner Kindheit - und das zärtlichste, das er je bekam. Ein Familienbuch, so kuschelig wie feinste Wolle und die ideale Lektüre für Adventsabende bei Kerzenschein.
Verlag: Hoffmann und Campe | Seiten: 287 | Format: Hardcover | Preis: 15,00€ | Originaltitel: The Christmas Sweater | Erscheinungsdatum: September 2009 | Genre: Weihnachten | Spielt in: USA (Washington) | ISBN: 978-3455380668
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Erster Satz:
"Der Weihnachtspullover lag viele Jahre lang im obersten Fach meines Kleiderschranks."
Worum geht es:
Schon vor dem Krebstod seines Vaters wusste Eddie eigentlich tief im Inneren, dass Geld in seiner Familie knapp war, und doch keine große Rolle spielte. Denn was seinen Eltern wichtig war, und was sie Eddie immer versuchten beizubringen, war zu verstehen, dass es im Leben auf Liebe und Vertrauen ankommt, und darauf zu wissen, dass die eigene Familie einem immer Halt geben wird. Doch nachdem sein Vater gestorben ist, schafft seine Mutter es kaum, die beiden über Wasser zu halten.
Dennoch bemüht sich Eddie das ganze Jahr über so brav und fleißig wie möglich zu sein, um seinen großen Wunsch, ein rotes Fahrrad mit Bananensattel, in Erfüllung gehen zu lassen. Am Weihnachtsmorgen jedoch findet er unter dem Tannenbaum nur ein einziges Geschenk: Einen von seiner Mutter selbst gestrickten Pullover, denn für mehr reichte ihr Geld nicht, und dieses Geschenk wirft Eddie in eine Spirale aus Verzweiflung und Wut, aus der er sich selbst kaum noch befreien kann.
Meine Meinung:
Wenn man nach einer Weihnachtsgeschichte sucht, über die man im Anschluss sagt "Sowas schönes habe ich schon lange nicht mehr gelesen.", ist man mit diesem Buch falsch beraten. Sucht man aber ein Weihnachtsbuch über das man später sagen wird "Sowas wahres und berührendes habe ich gebraucht", dann wird man mit diesem Buch einen absoluten Schatz finden.
Diese Geschichte, von dem kleinen Jungen der so enttäuscht von diesem Pullover ist, sich so in eine Welt verrennt in der ihn niemand zu lieben scheint, und der so verzweifelt versucht gegen die anzukämpfen denen er etwas bedeutet, hat mich absolut zu Tränen gerührt. Natürlich ist es nicht schön, wie er seine Familie zu bestrafen versucht, aber ich kann verstehen was er fühlt, und trotzdem musste ich weinen angesichts der Gefühle, die es in seiner Mutter hervorruft.
Man lernt viel darüber, was es bedeutet sein Glück wiederzufinden, sich nicht in Kummer zu vergraben und wie wichtig es ist, eine helfende Hand anzunehmen. Es ist nicht unbedingt ein Buch über das Weihnachtsfest an sich, aber es ist ein wundervoller Roman über das Leben, der perfekt in die Weihnachtszeit passt.
Solche Geschichten sprechen mich nur selten an, aber deine Rezension hat mir wirklich Lust gemacht. Schade, dass Weihnachten schon bald rum ist...aber vielleicht lese ich es nächstes Jahr :)
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