Freitag, 31. August 2012

[Rezension] Khaled Hosseini - Drachenläufer

Klappentext:
Afghanistan 1975: In Kabul wächst der zwölfjährige Amir auf, der mit Hilfe seines Freundes Hassan unbedingt einen Wettbewerb im Drachensteigen gewinnen will. Hassans Vater ist der Diener von Amirs Vater, doch trotz ihrer unterschiedlichen Herkunft verbindet die beiden Jungen eine innige Freundschaft. Am Ende des erfolgreichen Wettkampfs wird die Freundschaft von Amir auf schreckliche Weise verraten. Diese Tat verändert das Leben beider dramatisch, ihre Wege trennen sich. Viele Jahre später kehrt der erwachsene Amir aus dem Ausland in seine Heimatstadt Kabul zurück, um seine Schuld zu tilgen. Der Leser wird Zeuge der dramatischen Schicksale der beiden Jungen, ihrer Väter und Freunde, und erlebt ihre Liebe und ihre Lügen, ihre Trennung und Wiedergutmachung.

Verlag: Berlin Taschenbuch | Preis: 10,99€ | Format: Taschenbuch | Seiten: 384 | Genre: Schicksal | ISBN: 978-3833301490
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Worum geht es: 

Amir und Hassan wachsen auf wie Brüder, im gleichen Haus, gestillt von der selben Amme. Und doch trennt sie ihre Herkunft. Denn Hassan und sein Vater Ali sind die Hausangestellten von Amir und dessen Vater, und obwohl Amir Hassan sehr gerne hat, vermeidet er es nicht, ihm seine Stellung und mangelnde Bildung vorzuführen. Hassan hingegen vergöttert Amir, würde alles für ihn tun und läd sämtliche Schuld auf sich, wenn Amir unerzogen war. Die beiden wachsen in Kabul auf, in den 70ern noch eine wunderschöne Stadt mit blühenden Bäumen, lachenden Kindern und vielen festen. Doch als die beiden Jungen im Alter von 12 Jahren am Drachenwettkampf teilnehmen, begeht Amir einen Fehler, den er nie wieder gut machen kann, und das Leben der beiden völlig verändert. Kurze Zeit später verändert sich Afghanistan, Amir und sein Vater fliehen, und die beiden Jungen bleiben nach wie vor getrennt. 


Meine Meinung:

Wenn man von Afghanistan hört, heute 2012, hat man automatisch die Bilder von Tot, Verletzten, Zerstörung, Angst und Gewalt im Kopf. Dass dieses Land mal eine nahezu blühende Oase war, die natürlich auch nicht frei von Problemen war, vergisst man dabei oft. Umso bewegter bin ich deshalb von den Facetten die Khaled Hosseini hier in seinem Buch beschreibt. Erzählt wird von einem Afghanistan voller Kinder, erfüllt von Lachen, wunderschönen Landschaften und Träumen und Hoffnungen. Ein Afghanistan das heute schon fast vergessen ist.

Die Beziehung die zwischen Amir und Hassan besteht hat mich tief berührt. Denn natürlich sind nicht alle Kinder gleich, nicht alle Kinder sind loyal und auf mich wirkt das ganze ziemlich glaubwürdig. Amir, das reiche Kind, spielt gerne mal seine Bildung und seine Stellung gegenüber Hassan, dem Sohn des Hausdieners, aus, neckt und ärgert ihn - manchmal über das Maß des noch erträglichen hinaus - schätzt und achtet ihn jedoch auch, als Freund und als Mensch. Hassan hingegen ist unendlich loyal und ergeben gegenüber Amir, und liebt ihn aus tiefsten Herzen, vergisst jedoch nie seine Position. 
Ich finde Hassan einen unglaublich tollen Charakter, der mir sehr ans Herz gewachsen ist, und den ich unglaublich gerne kennengelernt hätte. 

Als die Stimmung im Buch umschlägt, wird es vorhersehbar und ist sehr klischeebelastet. Aber mich stört das nicht. Es ist kein herumreiten auf Stereotypen, sondern zeigt Ansichten des Autors und verraten auch nicht zu viel vom Buch.

Ganz besonders fasziniert war ich vom Ende- das nicht so war wie ich es mir gewünscht hätte, sondern einfach nur real. 



Donnerstag, 30. August 2012

Kuscheltiere für die Kleinen

Manchmal gibt es wirklich witzige Zufälle. ALs ich letztens das Buch "Puppenmacherin" von Max Bentow gelesen habe, war darin die Rede von gehäkelten Puppen, sogenannten Amigurumis. Hatte ich noch niiiie von gehört, und dann gleich mal recherchiert und mir ein paar Vorlagen gesucht und angefangen. Und et voila- es macht uuunglaublich viel Spaß und ist richtig einfach :)
Gott sei Dank hat mein Freund ja eine kleine Nichte, die ich ja ohnehin immerschon behäkel :D, und die jetzt auch mit Kuscheltierchen und gehäkeltem Spielzeug ausgestattet wird ;)Man braucht allerdings wesentlich mehr Utensielen als beim normalen Häkeln, denn zu dem Garn und den Häkelnadeln braucht man auch noch Filz für Wangen und Augen, Stickgarn für Augen, Mund und Nasen, Füllwatte, eventuell Plastikssicherheitsuagen (aber die sind zu gefährlich für die Kleine, wegen des Verschluckens), zu dem Filz farblich passendes Nähgarn und viiiiel Zeit bei dem ganzen kleinem Gefummel :) 



Dienstag, 21. August 2012

[Rezension] Nora Roberts - Rückkehr nach River's End

Klappentext:
Sie mußte in die Vergangenheit eintauchen, um die Zukunft zu sehen.
Eines Nachts wird die kleine Livvy Zeugin eines blutigen Mordes und verliert auf grausame weise ihre Eltern. Erst in der friedlichen Abgeschiedenheit von River's End, weit entfernt vom Ort des Verbrechens, verlieren die Bilder über die Jahre ihre bedrohliche Kraft. Aber Livvy muß sich der Vergangenheit stellen, denn dem Mann, der hinter dem Verbrechen steht, kann sie nicht entrinnen.

Verlag: Heyne | Format: Taschenbuch | Preis: 8,99€ | Seiten: 512 | Genre: Liebe, Schicksal Romantic Suspense | ISBN: 978-3453408500
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Worum gehts: 

Livvy ist vier Jahre alt, als sie mit ansehen muss wie ihr eigener Vater ihre Mutter mit einer Schere tötet. Nur weil sie sich im Schrank versteckt, findet ihr mit Drogen vollgepumpter Vater das kleine Mädchen nicht und lässt sie am Leben. Ihr einziger Halt zu dieser Zeit, ist ihre Familie. Und obwohl ihre Tante Jamie das Kind gerne in L.A. behalten würde, nehmen ihre Großeltern sie mit nach Hause, in das abgeschottete und ruhige River's End. Denn Livvys Eltern waren Hollywoodstars, und Livvy soll in Frieden aufwachsen können.
Doch Jahre später wird die inzwischen Erwachsene Frau mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, denn ihr Vater wird aus der Haft entlassen und will seine Geschichte zu Papier bringen.


Meine Meinung:

Nora Roberts wurde mir als Autorin von vielen Seiten aus ans Herz gelegt. Romantic Suspense war das Stichwort, mit dem jeder um sich warf, und der mir bisher noch nichts sagte: Eine romantische Geschichte verstrickt mit einem Krimi und Spannung, so dass es nicht zum Schmachtroman wird. Als begeisterte Thriller- und Krimileserin war ich also gespannt, wie mir das ganze gefallen wird. 

Die Story geht auch wirklich sehr spannend los, auch wenn ich nach sage und schreibe 30 (von ca. 500) Seiten wusste, wer der wirkliche Mörder ist, und wieso er tötete. Dennoch sind die Gefühle der kleinen Oliva so berührend, dass man einfach weiter lesen muss um zu erfahren, wieso dieser Mord geschehen musste, wieso die kleine Livvy das ertragen muss. Die Dialoge mit diesem kleinen vierjährigen Mädchens gingen mir unheimlich nah.

Danach lernt man Livvy im Alter von 12 Jahren kennen. Sie lebt inzwischen seit 8 Jahren bei ihren Großeltern in River's End, und hat die Ereignisse dieser Nach weitesgehend verdrängt. Doch der Ermittler in diesem Fall, und seine Familie, machen Ferien im Gästehaus ihrer Großeltern und treffen dort natürlich auf Livvy. Die gesamte Szenerie ist derart wunderschön beschrieben- herrlich. Man hört förmlich das Knacken des Geäst und riecht die "grüne Luft" des Waldes.

Bis hier gefiel mir das Buch wahnsinnig gut, doch mit den nächsten Seiten beginnt ein neues Kapitel in Livvys Leben, mit dem ich einfach nicht mithalten konnte. Olivia wird zu so einer unsympathischen, geradezu nervtötend launisch und zickig, dass ich ehrlich nicht verstehen kann, warum sich jemand in sie verliebt. Erst fällt sie ihm um den Hals, lässt sich von ihm mitreißen und ist hin und weg und ihm, nur um ihn im nächsten Moment super sauer und energisch von sich zu stoßen und anzuschreien. Seeeehr anstrengend die gute Frau. 

Alles in allem ist es mal eine nette Abwechslung zu nur Thrillern und Krimis oder reinen Liebesgeschichten. Doch zumindest dieses Buch aus dem Genre Romatic Suspense ist definitiv mehr Romantic als Suspense- eigentlich gar keine Suspense :D
Dennoch war es ein schönes, kurzweiliges Buch, in dem man vor allem so wundervolle Landschaften kennenlernt, wie ich es lange nicht mehr erlebt habe in Büchern.




Freitag, 17. August 2012

[Rezension] Nina Puri - Queenig & Spleenig, Wie die Engländer ticken

Klappentext:
Das England-Versteher-Buch von Nina Puri erläutert die wichtigsten Unterschiede zwischen Deutschen und Engländern und erklärt, wie man sich als Kraut auf der Insel bewegt, ohne in Fettnäpfchen zu treten oder gebratenen Igel essen zu müssen. Ein Werk, das in jeden deutschen Hüftbeutel gehört!

Verlag: Langenscheidt | Preis: 9,99€ | Format: Taschenbuch | Seiten: 192 | Genre: Sachbuch, Humor | ISBN: 978-3468738470
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Worum geht es:

In diesem kleinen Büchlein erklärt Nina Puri, selbst gebürtige Britin, alles was man zum überleben in Großbritannien (oder doch England?) braucht, was man essen sollte -oder was vielleicht auch besser nicht-, wieso man sich entschuldigen muss wenn einem jemand auf die Füße tritt, wieso man komisch angesdchaut wird, wenn man jemanden zur Begrüßung umarmt und warum die Engländer sind wie sie sind. Ob Kleidung, Fernsehen, Essen, Sport oder Partnerschaft, alles wird beleuchtet.


Meine Meinung:

Natürlich wird das ganze uuunfassbar klischeehaft dargestellt, und ich weiß nicht ob es mehr Wahrheitsgehalt hat, als das alle Deutschen in Lederhosen rumlaufen und nur Bratwurst essen, aber das weiß man ja beim Kauf des Buches. Und Nina Puri erzählt es soo so witzig, dass ich mich jetzt schon darauf freue, die Engländer mal genauer kennen zu lernen. Ihr Schreibstil ist witzig, nein eigentlich ist er super komisch und dabei absolut sympathisch.

Wer England mag wird dieses Buch lieben!



Donnerstag, 16. August 2012

Lesestatistik Juli 2012

 Tut mir Leid, diesen Monat bin ich echt verdammt spät dran, aber ich war jetzt ne ganze Weile im Urlaub, natürlich dann ohne meinen Laptop, und hatte so weder Zeit noch Lust noch Gelegenheit was am PC zu arbeiten. Außerdem war der letzte Monat lesetechnisch alles andere als super :)

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  Gelesene Seiten: 3168 (ca. 102 pro Tag)
Durchschnittlich vergebene Sterne: 3,1
Highlight des Monat: Simona Ahrnstedt – Ein ungezähmtes Mädchen
Enttäuschung des Monats: Peter Temple – Tage des Bösen
Neuer SUB- Stand: 57
Challenge Punktestände:
100 Bücher: 46 Punkte (+6 seit letztem Monat)
Kill your SUB: 328 Punkte (+48 seit letztem Monat)
Weltenbummler: 83 Punkte (+9 seit letztem Monat)
ABC: 15 Buchstaben (+1 seit letztem Monat)








Mittwoch, 15. August 2012

[Rezension] Hanna Winter - Die Spur der Kinder

Klappentext:
Eine junge Frau irrt verzweifelt durch den Wald. In einer abgelegenen Hütte findet sie Zuflucht. Zur gleichen Zeit erhält die Schriftstellerin Fiona Seeberg in Berlin eine schreckliche Nachricht. Zwei Jahre nach dem Verschwinden ihrer Tochter werden erneut Kinder entführt. Die Spur führt Fiona und Kommissar Piet Karstens zu einer einsamen Hütte im Spreewald. Offenbar wurden die Kinder dort einem grausamen Ritual unterzogen. Und jede Hilfe scheint zu spät …

Verlag: Ullstein | Format: Taschenbuch | Preis: 8,95€ | Seiten: 352 | Genre: Thriller | ISBN: 978-3548282558
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Worum geht es:

Fionas Tochter Sophie ist nun seit 2 Jahren verschwunden, entführt von einer Person die sich offenbar nicht damit begnügt die Kinder den Familien zu entreißen, sondern den Eltern auch noch eine Botschaft in Form einer Blume schickt, um zu zeigen wer das Kind hat. In diesen 2 Jahren lief in Fionas Leben vieles schief, doch es scheint als ginge es immer noch tiefer. Denn die Kinder verschwinden weiterhin ohne das ein Täter gefasst wird, und neuste Ermittlungen zeigen, dass ihr eigener Freund Adrian in die ganze Sache involviert zu sein scheint. Und auch Theresa, Fionas neue Bekannte, scheint irgendetwas zu wissen..

Meine Meinung:

Was mir als erstes aufgefallen ist, ist das das Buch eine ganz schöne Mogelpackung ist. Auf den ersten Blick sieht das Buch schön dick aus, und die etwa 350 Seiten versprechen einige Stunden Lesespaß. Aber der Schein trügt, und ich kann mich an kein Buch erinnern, das kein Jugendbuch ist, das SO groß geschrieben ist, so große Zeilenabstände hat und so viele weiße Seiten enthält. Da wollte die Autorin offensichtlich mit mehr werben als eigentlich dahinter steckt.

Aber auch mit dem Inhalt den ich dann hatte war ich nicht zufrieden, denn die Handlung ist absolut platt, total konstruiert und trieft nur so vor "Wie-schreibe-ich-einen-Thriller-"Klischees. Ganz oft hatte ich den Eindruck, dass bestimmt Szenen nur deshalb entstanden sind, weil sie jetzt nochmal etwas gaaanz besonders cleveres und verwirrendes einbauen wollte. Leider missglückt, denn zumindest mir ging es so, aber ich wusste schon bei der ersten Erwähnung des letztendlichen Täters, das diese Person es sein wird. 

Was mich aber noch ein wenig mehr gestört hat als die unsympathischen, konstruierten Charaktere war der Schlag mit dem Stereotypenhammer. Denn Lübbenau, die Stadt im Spreewald in der das Buch teilweise spielt, wird als kleines, unfähiges Dorf beschrieben, in dem mehr oder weniger unfähige Dorfburschen ermitteln, ist tatsächlich eine Stadt mit beinahe 20.000 Einwohnern, die sicherlich nicht die Polizei eines anderen Bundeslandes, Berlin, zu Hilfe rufen, wenn eine Leiche auftaucht. 



Dienstag, 14. August 2012

[Rezension] Linda Castillo - Die Zahlen der Toten

Klappentext:
Die verstümmelte Leiche der jungen Frau liegt auf einem schneebedeckten Feld. Ihr Mörder hat sie regelrecht abgeschlachtet und ihr eine römische Zahl in den Bauch geritzt. Fassungslos steht Kate Burkholder, die neue Polizeichefin im verschlafenen Painters Mill, Ohio, vor der grausig anmutenden Szenerie. Kann es wahr sein? Ist der, den sie damals den Schlächter nannten, und der vor 16 Jahren mehrere junge Frauen auf bestialische Weise tötete, wieder zurück?
Für Kate steht jetzt alles auf dem Spiel: Sie muss den Mörder so schnell wie möglich finden. Doch dann muss sie auch ein Geheimnis preisgeben, das sie ihre Familie und ihren Job kosten könnte.

Verlag: Fischer | Format: Taschenbuch | Seiten: 432 | Preis: 8,95€ | Genre: Thriller | ISBN: 978-3596184408
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Worum geht es:
Kate, die erste Polizeichefin im beschaulichen Painters Mill und ehemalige Amische, wird in ihrem ersten richtigen Mordfall direkt in ein Verbrechen katapultiert, dass selbst hartgesottene Polizeibeamte nicht kalt lässt. Auf einem Acker, auf dem Hof eines Amischen, wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Ihr wurde die Kehle aufgeschlitzt, man ließ sie ausbluten und ihr wurden die die Zahlen XXIII in den Bauch geritzt. Doch diese Morde sind nicht neu für die kleine Gemeinde. Vor 16 Jahren tötete ein Verbrecher in eben dieser Art Frauen in der Gegend, nur waren die Zahlen damals noch unter 10. 

Meine Meinung: 
Ich kann nicht genau sagen, woran es ganz genau lag, aber so wirklich warm geworden bin ich mit diesem Thriller nicht. Dabei hatte ich mich sehr auf das Buch gefreut, schon allein deshalb weil mich die Religion und das Leben der Amischen sehr interessiert und fasziniert. Doch obwohl auch das Thema der Morde wirklich spannend und gut gewählt war, konnte mich das Buch nicht fesseln. Wenn ich einen Thriller lese, will ich beim Weglegen des Buches das Gefühl haben, dass ich eigentlich sofort weiterlesen MUSS, aber dieses Verlangen blieb beim Lesen aus. Ich kam nicht vorran beim Lesen.
Ich denke, dass das vor allem am Schreibstil lag, der meiner Meinung nach eher stockend und teilweise einfach schlecht war. Jedoch liegt das definitiv an der Übersetzung, denn manches Mal habe ich mich wirklich gefragt, was da falsch läuft. Nicht nur Schreibfehler, sondern gravierende grammatikalische Fehler zieren das Buch. Eine weitere eher störende Angelegenheit war auch das ständige Andeuten in der ersten Hälfte des Buches der Geschehnisse der Vergangenheit "...doch Kate wusste wie es damals war;.. dann erinnerte sich Kate an.. ; Kate dachte an die grausame Sache vor 16 Jahren." Ich hatte auch schon nach zweilmaliger Erwähnung verstanden, dass damals etwas schlimmes geschah- das muss man mir nicht über 200 Seiten fortwährend unter die Nase reiben ehe man es dann endlich aufklärt.

Die Charaktere waren wirklich nett ausgearbeitet, konnten mich aber nicht für sich gewinnen. Kate ist mir so unglaublich unsympathisch, und vor allem die Beziehung zu John Tomasetti ist für mich in keinster Weise nachvollziehbar, noch seine plötzliche Wandlung vom saufenden Wrack zum toll ermittelnden Helden. Seit dem ersten Zusammentreffen der beiden weiß man, wie das ganze ausgehen wird, und leider war die Handlung dann auch genauso platt, wie angenommen.