Sonntag, 7. April 2013

[Quartals-Fazit] Weltenbummler Challenge



So ihr Herzis :) Ich hab mich jetzt mal an das Quartalsfazit der Weltenbummler-Challenge gemacht, und muss echt sagen: Waaaahnsinn, wieviele Länder manche von euch schon bereits haben, und was auch für spannende teilweise. Ich bin da noch nicht ganz so weit "rumgekommen". Leigt vermutlich daran, dass ich erstens wirklich unfassbar wenig bisher in den letzten Monaten gelesen habe, und wenn dann auch viele Fantasyländer und Geschichten in Deutschland gelesen habe.

Ich würd mich freuen, wenn ihr eure Listen noch einmal überarbeiten könntet. Ich hab das jetzt hier schon bei der Auswertung gemacht, aber manche haben leider etwas "großzügig" zusammen gezählt. Und weil ich eventuell vielleicht am Ende eine klitzekleine Belohnung für den Gewinner machen will - mal seeeehen mal sehen ;) - wäre es supi, wenn sich alle an die Regeln halten. Das heißt: Deutschland zählt nicht als Land. Unterschiedliche amerikanische Bundesstaaten zählen dann jeweils nach dem ersten Besuch der USA nur noch als 3 Punkte, ebenso zählen die britischen Counties (Cornwall, Devon, etc.) und Landesteile (England, Schottland, Wales, Nordirland) auch nicht als Länder. Und Fantasieländer zählene ebenfalls nicht :) 
Bei einigen hab ich deshalb noch einmal nachgerechnet, und hab die aktuellen Punkte unten hingeschrieben :)

 Und so sieht es aus, das aktuelle Ranking:
  1. Wörterkatze 14 Länder, 116 Punkte
  2. Kerry  9 Länder, 110 Punkte 
  3. Monika 9 Länder, 99 Punkte  
  4. Lyrica 6 Länder, 61 Punkte
  5. Julia 5 Länder, 58 Punkte
  6. Anett 5 Länder, 49 Punkte
  7. Ich 5 Länder, 37 Punkte
  8. Aline 4 Länder, 29 Punkte
  9. Ilia 4 Länder, 20 Punkte
  10. Tessa 2 Länder, 19 Punkte 
  11. Marisol 2 Länder, 16 Punkte
  12. Karin 2 Länder, 13 Punkte
  13. Honey 2 Länder, 13 Punkte
  14. Rachel leider kein Eintrag gefunden 
  15. Jenna leider kein Eintrag gefunden
  16. Celine leider kein Eintrag gefunden

[Rezension] Andrea Schacht - Kyria & Reb, Die Rückkehr (Bd. 2)

Klappentext:
Ein Leben ohne Überwachung - nichts hat sich die 18-jährige Kyria sehnlicher gewünscht.
Doch kaum hat sie erfahren, wie es sich anfühlt, frei zu sein, trennt sie sich schweren Herzens von ihrer großen Liebe Reb und kehrt zurück in ihre Heimatstadt.
Dort macht sie sich auf die Suche nach den Mördern ihres Vaters - ein gewagtes Unternehmen, das Kyria in größte Gefahr bringt.
Da taucht Reb wieder auf...

Verlag: Egmont Ink | Seiten: 379 | Format: Hardcover | Preis: 17,99€ | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Spielt in: Deutschland, Frankfurt/Main | Erscheinungsdatum: Januar 2013 | ISBN: 978-3863960384

Erster Satz:
"Der glutrote Ball der Sonne war schon im Meer versunken, noch leuchtete am Horizont ein Wolkenband in ihrem Widerschein."



Worum geht es: 

Die Entscheidungen, die die junge Kyria treffen musste waren hart: Bleibt sie bei Reb, und verbringt ihr Leben mit ihm weiterhin in den Reservaten, oder kehrt sie zurück nach La Capital um herauszufinden. warum und durch wessen Hand ihr Vater vor so lange Zeit sterben musste. Aller romantischen Gefühle zum trotz entschließt sie sich für die Rückkehr. Doch auch zu Hause erwarten sie ungeahnte Probleme. Ihre Mutter glaub ihren Aussagen nicht, hält sie für die Nachwirkung der verstörenden Zeit im Reservat und zwingt Kyria somit für ein Leben in inkognito. Getarnt als Civitates, als Bäckereigehilfin - während sich der Kreis der Menschen, die Kyria und ihrer Mutter schaden wollen, immer enger um sie zuzieht.
Und auch Reb lebt jetzt sein eigenes Leben, in den Fußstapfen seines Vaters, als Wagenlenker. 

Meine Meinung:

Das Buch geht unheimlich spannend los, denn das zarte Band der Liebe, dass Kyria und Reb zum Ende des ersten Buches knüpfen konnten, wird jäh zerstört- durch ihre eigenen Entscheidungen, ihr Leben anders weiterzuleben, als angenommen. Das kennt man so ja eher weniger von anderen Jugenddystopien, in denen die beiden Protagonisten -nachdem sie sich erst einmal gefunden haben- wie Pech und Schwefel aneinander kleben. Doch die beiden verfolgen eigene Ziele, die sich gemeinsam nicht verwirklichen lassen, ohne den anderen jedoch vergessen zu können. 
Und auch die folgenden Wendungen sind absolut spannend. Kyria wird immer mehr in politische Machenschaften verstrickt, gerät in Gefahr, und weiß dennoch nicht, von wem und wieso sie überhaupt bedroht wird. Nur eines ist klar: Je mehr sie versucht, herauszufinden wer ihren Vater umgebracht hat, desto größer wird auch die Gefahr für sie. Denn ihre Gegner besitzen sehr sehr viel Macht.

Bis zu diesem Punkt war ich hin und weg von der Geschichte, und las genau das, was ich erwartet und erhofft hatte. Doch mit einem Mal, vielleicht auch schleichend ohne dass ich es bemerkt habe, driftet die Geschichte ab, und wird zu einer Story, die so einfach gestrickt und vorhersehbar ist, dass sie mich regelrecht gelangweilt hat. Die Bedrohungen lösen sich unglaublich schnell auf, alle Gefahren werden gebannt - vor allem auch durch Kyria uuuunglaublichen Mut und ihre waaaahnsinnige Charakterstärke - so dass ich teilweise an einen Jugend-Actionfilm á la "die drei Fragezeichen" denken musste. Nebenbei verändert sich ebenfalls die Liebesgeschichte zwischen den Kyria und Reb so abrupt, dass ich nicht mehr ganz folgen könnte. Ich sags mal so, Reb ist offensichtlich ein bisschen.. gestört... und Kyria ist eine Meisterin darin, Probleme zu verdrängen, doch was da jetzt über die beiden als Paar vermittelt werden soll, bleibt für mich schleierhaft.

Ab diesem Punkt zog sich das Buch wie Kaugummi. Denn sowohl wir als Leser, als auch die Charaktere selbst, wissen schon so gut ab 100 Seiten vor Schluss, wer ihren Vater umgebracht hat, und auch die Motive kann man sich recht leicht zusammen reimen. Wie es mit Kyria und Reb ausgehen wird, kann man sich ja ebenfalls denken, und dennoch wird eine akribische Ermittlungsarbeit geleistet, die mich leider angeödet hat. Alles wird hier noch einmal im Detail zerkaut, wird von allen Seiten beleuchtet und gedreht und gewendet, eh TAMTAMTAM, das große Ende folgt.

Was ich mich jetzt noch Frage ist, ob es noch einen dritten Teil geben wird. Denn das Buch endet komplett "geschlossen", ohne das Fragen bleiben. Aber ich meine gehört oder gelesen zu haben, dass es sich um eine Trilogie handelt. Man darf also gespannt sein, ob und was noch so passiert in La Capital.

Freitag, 5. April 2013

[Rezension] Sebastian Fitzek - Der Nachtwandler

Klappentext:
In seiner Jugend litt Leon Nader an Schlafstörungen. Als Schlafwandler wurde er während seiner nächtlichen Ausflüge sogar gewalttätig und deswegen psychiatrisch behandelt. Eigentlich glaubte er geheilt zu sein - doch eines Tages, Jahre später, verschwindet Leons Frau unter unerklärlichen Umständen aus der gemeinsamen Wohnung. Ist seine Krankheit etwa wieder ausgebrochen? Um zu erfahren, wie er sich im Schlaf verhält, befestigt Leon eine bewegungsaktive Kamera an seiner Stirn – und als er am nächsten Morgen das Video ansieht, macht er eine Entdeckung, die die Grenzen seiner Vorstellungskraft sprengt: Sein nächtliches Ich steigt durch eine ihm völlig unbekannte Tür hinab in die Dunkelheit …

Verlag: Knaur | Seiten: 320| Preis: 9,99€ | Format: Taschenbuch | Genre: Thriller | Spielt in: (irgendwo in) Deutschland | Erscheinungsdatum: März 2013 | ISBN:  978-3426503744

Erster Satz:
"Der Patient war noch keine halbe Stunde auf der Station, und schon machte er Ärger."


tolle, aber beim Lesen leider seeehr unpraktische Aufmachung


Worum geht es:

Noch mitten gefangen in einem Albtraum, aus dem er einfach nicht aufwachen kann,  fällt Leon Nader nur wenige Augenblicke später in einen tatsächlichen, und leider sehr realen Albtraum: Seine Frau kniet vor ihm, hektisch ihre Kleidung einpackend, auf dem Weg die gemeinsame Wohnung fluchtartig zu verlassen. Und aufs schlimmste misshandelt. Leon versteht die Welt nicht mehr, und die letzten Worte seiner Freundin vor dem Verlassen der Wohnung deuten darauf hin, dass er selbst seiner Frau diese Qualen zugefügt hat- ohne das er sich auch nur bruchstückenhaft daran erinnern könnte.
Schnell drängt sich ihm eine Frage auf: Hat er tatsächlich wieder angefangen zu schlafwandeln? Und ist er in dieser Zwischenphase zwischen wach und schlafen zu einer brutalen Bestie geworden? Leons einzige Chance ist sich nachts selbst zu überwachen. Und war er da zu sehen bekommt sprengt die Grenzen seiner Vorstellungskraft.

Meine Meinung: 

Ich bin ein bekennender Fitzek-Fan der ersten Stunde. Bisher habe ich alle seine Bücher gelesen und bis auf eine Ausnahme, waren es für mich auch immer absolute Highlights mit denen mich Sebastian Fitzek faszinieren und fesseln konnte.  Umso gespannter war ich nun auf seinen neusten Roman, der eine Krankheit thematisiert, die ich in Thrillern immer wieder spannend finde.

Damit möchte ich gleich zu einem Kritikpunkt kommen, der sich nicht an das Buch richtet, sondern an all die anderen Rezensenten, deren teilweise vernichtende Rezensionen ich schon gelesen habe: Ganz ehrlich? Wie kann man denn kritisieren, dass das Thema "Schlafwandeln" nur kopiert sei und somit ein Abklatsch von Büchern wie Stigma o.Ä. Das wäre doch genau das gleiche, als würde man alle Bücher über einen Kamm scheren und sagen: "Da verlieben sich 2 Männer in eine Frau, und sie muss sich entscheiden. Alles nur kopiert und schon einmal da gewesen.". Lächerlich. Das Rad lässt sich nunmal nicht komplett neu erfinden, und ich habe viele der beispielhaft angeführten Bücher gelesen, und sehe keine Kopien bereits vorhandener Romane und Thriller in "Der Nachtwandler".

 Mir persönlich hat das Buch unglaublich gut gefallen, und war meiner Meinung nach auch ein ganz typischer Fitzek Roman. Man weiß von Anfang an, dass es nicht so sein kann, wie es scheint, dass es irgendwelche unerwarteten Endungen geben wird, und dennoch war das Ende natürlich trotzdem überraschend. Die ganze Zeit während des Lesens baute sich eine unterschwellige Spannung auf, die mir teilweise echte Schauer über die Rücken gejagt hat. Man konnte sich einfach nicht mehr sicher sein, wem man trauen und was man glauben darf. Leon Nader selbst weiß die Situation ja nicht mehr einzuschätzen, und verwirrt einen als Leser damit noch zusätzlich.
Das Buch lebt einfach viel mehr von der Vorstellungskraft und von dem Verwirrspiel als von Brutalität und Blutvergießen, wird dadurch aber nicht weniger grausam.

Dennoch vergebe ich keine 5 Sterne. Denn was mir das Buch ein klein wenig verdorben hat, war der - in meinen Augen- komplett an den Haaren herbei gezogene Schluss. Hätte man nur das letzte Kapitel vor dem Epilog weggelassen, hätte ich 5 Sterne gegeben. Doch die Aufklärung des Falles durch eine der handelnde Personen (wer das Buch gelesen hat, weiß wen ich meine), fand ich einfach nur unglaubwürdig. Schade, da hätte man durchaus ein besseren Abschluss finden können und schlichtweg ein Kapitel eher aufhören können, mit einem offenen Ende. 







Donnerstag, 4. April 2013

Top Ten Thursday - Buchtitel mit E


Haha, also heute musste ich leider komplett "schummeln". Ich habe nämlich genau 5 Bücher gefunden, deren Titel mit E beginnt, und dann kein "Ein/e/er" ist. Und dann sind die Bücher auch noch alle aus der gleichen Reihe. Hahahaha :D Aber ich hätte niemals gedacht, dass ich wirklich so wenige "echt E's" in meinem Schrank habe. Nunja :D 

bereits gelesen:
 Ein Jahr in San Francisco, von Hanni Bayers
Ein Jahr in New York, von Nadine Sieger
Ein Jahr in Singapur, von Nicola Kaulich-Stollfuß
Enders Spiel, von Orson Scott Card
Erebos, von Ursula Poznanski
Evil, von Jack Ketchum
Ewiglich - Die Sehnsucht, von Brodi Ashton

noch auf meinem SUB:
Eragon, von Christopher Paolini
Ein Jahr in der Provence, von Rita Henß
Ein Jahr in Moskau, von Carmen Eller

[Rezension] Caragh O'Brien - Der Weg der gefallenen Sterne (Bd. 3)

Klappentext:
Die junge Gaia Stone ist Hebamme. Doch in einer zerstörten Welt kann auch sie den verlorenen Kindern nicht mehr helfen, und so trifft Gaia eine schwere Entscheidung. Gemeinsam mit einer Gruppe junger Siedler verlässt sie das Ödland, um zur Stadt hinter der Mauer zurückzukehren und um Hilfe zu bitten. Werden sie die gefährliche Reise überstehen? Und wird sich Gaias Hoffnung auf eine bessere Zukunft endlich erfüllen?

Verlag: Heyne | Format: Hardcover | Seiten: 352 | Preis: 16,99€ | Genre: Dystopie, Jugendbuch | Spielt in: Fantasieland | Erscheinungsdatum: April 2013 | Originaltitel: Promised - Birthmarked 3 | ISBN: 978-3453267435

Erster Satz:
"Gaia legte einen Pfeil ein und spannte den Bogen."




Worum geht es:
Die Reise von Sylum zurück zur Enklave ist lang und beschwerlich. Keiner dachte, dass die große Gruppe von Menschen, die auf ein besseres Leben fernab von zu Hause hofft, so unbeschadet den langen, gefährlichen Weg schaffen würde, doch plötzlich taucht es vor ihnen auf: Der Trockensee, vor den Mauern der Enklave, angrenzend an das ärmliche Dorf Wharfton. 
Doch der Protektor hat nicht vergessen unter welchen Umständen Gaia und Leon fliehen konnten. Und Verzeihen gehört nicht zu seinen Stärken. 
Schnell entbrennt der Kampf ums Wasser, das nur von der Enklave bereit gestellt werden kann. Doch die Verhandlungen gestalten sich schwierig, und Gaia muss Entscheidungen treffen, um über das Leben der Bewohner von Neu Sylum zu zukunftsweisend zu bestimmen. 

Meine Meinung:
Ich sag es mal so: Das Buch war für mich, als riesiger Fan der ersten beiden Bände, eine herbe Enttäuschung. Seit Monaten habe ich auf das Erscheinen des dritten und letzten Bandes hingefiebert, und war mir sicher dass auch dieses Buch mich wieder absolut vom Hocker reißen wird. 
Doch das Finale dieser eigentlich so großartigen Geschichte war schlichtweg enttäuschend. 

Es begann schon damit, dass viele Informationen, die in den vorherigen Bänden vielleicht nur nebensächlich thematisiert wurden, in diesem Buch auch als klar gegeben und selbstverständlich hingestellt wurden. Das ist vielleicht problemlos wenn man die Bücher in kurzen Zeitabständen liest, doch zwischen Band 2 und 3 lagen bei mir eben die 12 Monate des neuen Erscheinungstermins, und vieles konnte ich einfach nicht mehr einordnen oder musste es umständlich im Internet nachlesen. 

Andererseits werden aber Problematiken aus den vorherigen Büchern gar nicht aufgegriffen, und es entsteht eine ganz eigene, neue Geschichte, mit wenig Bezug zum vorherigen Verlauf, aber mit den gleichen Protagonisten. Mir hat dieses Problem, die Gefahr dieses letzten Bandes am wenigsten gefallen. Zwar ist das Wasserproblem elementar für das Überleben der Bewohner von Neu Sylum, aber die Verhandlungen und das Hin&Her zwischen Gaia und dem Protektor ziehen sich wie Kaugummi, obwohl der Leser bereits von vornherein weiß, wie das Buch ausgehen wird. Unerwartete Wendungen bleiben komplett aus.

Bis auf natürlich den "Vorschlag" den Gaia von der Enklave im Austausch für das Wasser enthält. Ich werde nicht spoilern, aber mit dieser dramatischen Wendung hätten wohl die wenigsten gerechnet. Es gibt dem Buch etwas erwachseneres, bedrohliches und hält die Spannung, die sonst eher schwerlich zu finden war. 

Auch gefällt mir die Ausarbeitung einiger Charaktere ganz besonders. Gaia zählt nicht dazu, aber gerade Leon, der Protektor oder auch die vielen Helfer in dem Buch haben einen tollen Beitrag zum Buch geleistet.

Im Endeffekt bewerte ich das Buch mit 3 Sternen. Mich hat das Finale überhaupt nicht zufrieden gestellt, sogar noch eher enttäuscht und ist in meinen Augen leider kein würdiges Ende für diese ansonsten bisher so tolle Trilogie. 
Dennoch ist es kein schlechtes Buch, das trotz einiger Hänger ganz nett ist, und zumindest das Buch auf keine 0/8/15-Art beendet.




Dienstag, 2. April 2013

Buchzitate #6

"Wenn wir uns zum ersten Mal verlieben, sind wir vollkommen ahnungslos. Wir riskieren wesentlich weniger, als wenn wir uns entscheiden, noch einmal zu lieben."
Ally Condie - Cassia & Ky, Die Ankunft (Bd. 3)

"Denn wir finden öfter Antworten in Schönheit, als wir denken."
Ally Condie - Cassia & Ky, Die Ankunft (Bd. 3)

"Vielleicht ist die Vergangenheit ein Anker, der uns zurückhält. Vielleicht muss man sein altes Ich loslassen, um zu werden, wer man eigentlich ist."
Nadine Sieger - Ein Jahr in New York 

"Mit ehrlich verdientem Geld kann man nicht mehr kaufen als mit unehrlichem, aber es ist trotzdem mehr wert."
Jospehine Angelini - Göttlich verliebt

"Dieses Argument fand ich schon immer daneben - dass wir Leute brauchen, die arm sind, damit wir anderen nicht vergessen, dankbar zu sein."
Jospehine Angelini - Göttlich verliebt

"Entscheide womit du auf keinen Fall leben kannst, und tu das Gegenteil."
Jospehine Angelini - Göttlich verliebt

"Die Franzosen nennen es la petite mort. [...] Was man empfindet, wenn man jemanden liebt und sich dann aus seinen Armen löst. Das nennen sie den kleinen Tod."
Rachel Cohn - BETA 

Montag, 1. April 2013

[Rezension] Rachel Cohn - BETA

Klappentext:
Elysia ist ein Klon. Sie dient den Menschen, ohne zu fragen. Sie hat keine eigenen Bedürfnisse. Sie hat keine Gefühle. Doch die Realität sieht anders aus: Elysia hat Gefühle. Sie ist neugierig. Sie will alles erleben. Auch die Liebe. In ihrer Welt bedeutet das für einen Klon den Tod. Es sei denn, sie kann aus dem Paradies entfliehen…

Verlag: cbt | Format: Hardcover | Preis: 17,99€ | Seiten: 412 | Genre: Jugendbuch, Dystopie | Spielt in: Südsee, fiktiver Ort | Originaltitel: Ananda Series: BETA 01 | Erscheinungsdatum: Februar 2013 | ISBN: 978-3570161647

Erster Satz: 
"Sie will mich kaufen." 



Worum gehts:
Demesne ist das Paradies auf Erden- zumindest für alle die sich den Aufenthalt leisten können. Eine Insel in der Südsee, an Schönheit nicht zu übertreffen, mit gereignigter Luft und dem Höchstmaß an Entspannung. Klar, dass in diesem Paradies kein Mensch dazu verpflichtet und überredet werden kann, zu arbeiten. Um den milliardenschweren Bewohnern das Leben deshalb so unbeschwert wie möglich zu gestalten, gibt es sie: Klone. Geklonte Menschen ohne Seele und eigene Wünsche, die nicht existieren um zu fühlen, sondern um zu dienen. Ein defekter Klon, einer der aus der Reihe tanzt, der schmecken kann, fühlen kann oder wiederspricht wird umgehend ausgeschaltet.
Elysia ist ein Klon. Ein defekter Klon. Mit Erinnerungen an das Mädchen, das einmal ihr Körper war. Mit Gefühlen, und dem Wunsch nach Liebe und Freiheit. Doch auf Demesne bedeutet dies das Todesurteil für einen Klon.

Meine Meinung:
Trotz großer Vorfreude bin ich doch eher skeptisch an das Buch heran gegangen. Das Thema finde ich unglaublich faszinierend, da ich bisher noch nichts über Klone in Romanen gelesen hatte, und sehr gespannt auf die Umsetzung war. Allerdings befürchtete ich, ausgehend vom Klappentext, dass vor allem Herzschmerz und kitschige Liebesszenen die Handlung dominieren würden.

Weit gefehlt! Das Buch überzeugt von der ersten Seite an mit atemberaubender Spannung: Denn obwohl man weiß, dass das Paradies Demesne eigentlich problemlos funktionieren sollte, wenn nur jeder Klon das macht wofür er erschaffen wurde, spürt man wie ein heranziehendes Gewitter das Unheil, dass sich langsam aber unaufhaltsam über die Insel legt. Der Schein trügt, die Fassade bröckelt, und die verbotenen Gefühle die Elysia hat werden zur Zerreißprobe. Bei jedem unbedachten Satz, der ihre Wünsche verraten könnte, und bei jedem unüberlegtem Geständnis hält man innerlich den Atem an, da man sich als Leser über die möglichen Konsequenzen nur allzubewusst ist.

Die Charaktere des Buches sind auch sehr interessant gestaltet. Vor allem "Mutter" und Ivan sind Persönlichkeiten, die vielschichtig und undurchschaubar sind, während mich Tahir leider nicht überzeugen konnte. Zu vorhersehbar, zu glatt, zu schön, aber dennoch driftet die Liebesgeschichte nicht ins Kitschige ab.

Das Buch endet mit einem ziemlichen Cliffhanger und bisher ist mMn noch nicht einmal bekannt, wann der nächste Band überhaupt erscheinen wird. Jetzt heißt es also, abwarten, abwarten, abwarten.