Montag, 8. Oktober 2012

[Rezension] Susanne Jarosch - Der Blutschwur

Klappentext:
in Dorf nach dem anderen wird von fremdländischen Eindringlingen überfallen. Als auch König Onno stirbt, übernimmt Heerführer Hagen die Geschicke des Landes. Er erinnert sich an die Prophezeiungen einer alten Frau, die des Königs Tod schon vor vielen Jahren vorhergesagt hatte. Zwei Kinder, die kurz vor König Onnos Ableben geboren werden, würden dem Volk helfen und es von der Tyrannei befreien. Die Worte der alten Frau geraten in Vergessenheit, eines Tages aber machen sich zwei junge Männer zur Festung jenseits der Berge auf. Ihr Dorf ist von den Überfällen der Fremden verschont geblieben, und die beiden seelenverwandten Freunde haben geschworen, gegen die Tyrannen zu kämpfen. Aber wird es gelingen, aus dem Hitzkopf Ragnar einen Krieger zu machen, der das unterdrückte Volk erlösen kann?

Verlag: Frieling | Format: Taschenbuch | Preis: 13,95€ | Seiten: 224 | Genre: Fantasy, Historischer Roman | ISBN: 978-3828027541
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen oder unter http://www.frieling.de/

Der erste Satz:
"Wer seid ihr?"

 

Worum geht es:

Im ganzen Land herrscht große Not, seit vor 19 Jahren König Onno im Kampf fiel. Seitdem ist das Land nicht nur ohne Thronfolger, sondern wird zudem auch von dem bösen Herrscher Harm bedroht, dessen Versteck bis jetzt nicht gefunden werden konnte. Doch weiterhin überfallen seine Krieger Dörfer und töten deren Bewohner oder versklaven sie. 
Die einzige Rettung die noch bestehen könnte, ist nur einem einzigen Menschen bekannt: Hagen. Der einstige engste Vertraute des Königs erinnert sich an die Prophezeiung einer Hexe, die besagt dass in der Nacht des Todes von König Onno zwei Kinder geboren werden würden, die besondere Fähigkeiten haben, und als einzige dem Land den Frieden zurück geben können.


Meine Meinung:

Nachdem ich auf Amazon bisher nur äußerst positive Rezensionen gelesen hatte war ich sehr gespannt auf dieses kleine Büchlein. Denn manchmal habe ich einfach das Bedürfnis auch Abseits des Mainstreams zu lesen, und bisher unbekanntere Autoren zu entdecken. Die Geschichte von Susanne Jarosch erschien mir viel versprechend, denn ich lese ja unheimlich gerne historische Romane und habe dabei auch nichts gegen fantastische Elemente einzuwenden.

Jedoch war mir schon nach wenigen Seiten klar, dass das Buch und ich keine besonders engen Freunde werden würden. Der Schreibstil ist, mild ausgedrückt, nicht zu ertragen. Ich weiß nicht einmal mehr, wann ich das letzte Mal einen Roman gelesen habe, indem ich mich so sehr an der Sprache gestört habe. Ich hatte nicht das Gefühl einen Roman zu lesen, der nach seiner Rohfassung noch einmal gelesen wurde um ihn sprachlich und stylistisch etwas aufzupeppen. Stattdessen kam es mir eher vor wie ein Schulaufsatz. Es fehlen einfach jegliche sprachliche Mittel, außer Wiederholungen, die findet man erschreckend oft. Die Wortwahl ist plump und so unansprechend, dass ich mich regelrecht dazu zwingen musste, weiterzulesen. 
An manch einer Stelle, die mich sonst wahrscheinlich zu Tränen gerührt hätte, bin ich völlig teilnahmslos geblieben, weil es lächerlich beschrieben war.

Dabei möchte ich anmerken, dass mir dir Idee, wenn auch nichts neues, prinzipiell sehr gut gefiel. In ihr steckt viel Potenzial, die Umsetzung ist meiner Meinung nach aber völlig gegen den Baum gelaufen. 
Die Handlung ist schon gerade zu absurd unrealistisch und nimmt jeder Situation ihre Spannung. Denn natürlich besiegt jedes noch so kleine Herr ein Übermächtiges. Natürlich wird dabei auch quasi niemand verletzt, und die die doch verletzt werden, genesen wie durch Zauberhand. Jeder hat jeden lieb, jede Situation wird sofort entschärft ehe sie brenzlig werden könnte, und alles nimmt ein Happy Ende. Dass die Charaktere dabei auch noch unausstehlich höflich zu einander sind, super realistisch auch für die Zeit des Mittelalters, trägt der Sache nicht gerade gutes bei.

Fazit: Aus der Geschichte hätte so viel mehr gemacht werden können, aber die Sprache und vor allem die Konsequenzen der Handlungen der Charaktere ruinieren die Idee hinter dem Buch völlig. 



Freitag, 5. Oktober 2012

[Rezension] Karin Kemal - Das Siegel des Raben

Klappentext:
Im friedlichen Licht des verschneiten Neujahrsmorgens findet der Junge Jo einen schillernd schwarzen Kolkraben wehrlos im Garten sitzen. Ohne Hilfe hat das geschwächte Tier keine Chance zu überleben. Zum Glück gibt es den Großvater, der etwas vom Leben versteht und weiß, was zu tun ist. Gemeinsam nehmen sie sich des Tieres an. Der Großvater steckt voller Geschichten aus einer Zeit, in der die Menschen noch eng mit der Natur in Berührung standen und aus ihr zu lernen wussten. So weisen viele überlieferte Sagen und Geschichten über Raben wie eine Schatzkarte den Weg zu verborgenem Wissen. Jo wird zum staunenden Beobachter und lernt an den Wundern des Lebens. Im Lichte der Natur eröffnen sich ihm neue Perspektiven auf das Wesen der Welt, in der er Wärme und Freundschaft genießen, aber auch Schattenseiten annehmen und so Schmerz und Ängste überwinden kann.

Verlag: Frieling | Preis: 9,90€ | Format: Taschenbuch | Seiten: 128 | Genre:  Kinderbuch, Jugendbuch | ISBN: 978-3828027732
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen oder unter http://www.frieling.de/

Der erste Satz:
""Oh" und dann "Oooh, die Schneekönigin", flüsterte Jo."



Worum geht es:

Viel hinzuzufügen habe ich zum Klappentext nicht mehr: Jo, ein zehnjähriger Junge, findet an einem sehr frostigen Wintertag einen offensichtlich zum Überleben zu schwachen Raben in seinem Garten und beschließt, mit Hilfe seines Großvaters und gegen den Willen seiner Eltern, das Tier auf dem eigenen Grundstück aufzupeppeln. Da lernt er, wie wichtig es ist, ein Lebewesen zu schätzen ohne es zu sehr an sich zu binden. Er versteht, was es bedeutete der Natur noch mehr Achtung zu erweisen. Und er lernt, Verantwortung zu übernehmen, für sich und für andere.


Meine Meinung:

Obwohl ich mich selbst nicht als sehr naturverbundenen Menschen bezeichnen würde, bin ich immer wieder verzaubert von Geschichten, die von Zuneigung zwischen Mensch und Tier handeln, und eine ganz eigene Magie entwickeln, die einem selbst einen neuen Blickwinkel auf die Natur und unsere Umwelt geben kann. Gerade auch für Kinder finde ich es sehr wichtig, dass sie eben lernen, was es bedeutet im Einklang mit der Natur zu stehen, dass sie sehen, das alles im Leben Folgen hat, und das es wichtig ist, sich für andere Lebewesen einzusetzen und auch für andere Verantwortung zu übernehmen. Jo gelingt dies wirklich fantastisch, und ich würde diesen kleinen Jungen vermutlich lieben. 

Das Buch ist also lehrreich und einfach wunderschön zu lesen, da es gespickt ist mit kleinen Anekdoten aus dem Sagenreich und die eine oder andere Geschichte enthält, die die Welt der Raben noch ein wenig mythischer erscheinen lassen. Es ist eben mal ein ganz anderes Buch für die Jüngeren, in dem keine Fantasyelemente sein müssen und auch keine Liebelein.

Dennoch würde ich aber sagen, dass das Genre Jugendbuch nicht ganz zutreffend ist. Ich denke dass gerade Jugendliche zwischen 13 und 17 dem Buch nicht viel abgewinnen werden können. Aber so für die kleineren, zwischen 9 und 12 ist es absolut empfehlenswert. 


Donnerstag, 4. Oktober 2012

Neuzugänge

Obwohl ich ja nun in England bin, eigentlich nicht sooo viel Zeit zum Lesen habe, versuche ich dennoch meine Lesezeit einzuschieben. Ohne Bücher ggehts einfach nicht! Deshalb gibt es natürlich auch hier das eine oder ande Buch, das neu einziehen darf. Allerdings werde ich sicherlich hier auch mal auf die Public Library zurückgreifen, denn auch auf meinem Rückflug habe ich nur 23Kilo Freigepäck, dass bestimmt nicht nur mit Büchern gefüllt werden soll :D

 

♥ Josephine Angelini - Göttlich verloren | obwohl mich der erste Teil nicht vom Hocker gehauen hat, will ich die Reihe super gerne weiterlesen. 
♥ Susanne Jarosch - Der Blutschwur | Klingt nach einen unglaublich spannendem Roman, auf dem ich mich schon sehr freue :)
♥ Karin Kemal - Das Siegel des Raben | Die Geschichte einer besonderen Freundschaft soll es sein, und allein dieser Satz hat mich schon überzeugt es zu lesen :) 

Mittwoch, 3. Oktober 2012

kein Wunder dass mein SUB nicht sinkt - immer diese Reihen

Ich hab mir heute mal zufällig meine Amazonwunschliste angeschaut und dabei ist mir aufgefallen, dass da irgendwie was faul ist: Ein wirklich groooßer Teil meiner Bücher, die auf Vorbestellung geklickt sind, oder schon erschienen und nur noch nicht von mir gekauft, sind Fortsetzungen von Triologien oder Reihen. Die Reihen hab ich jetzt mal außen vor gelassen, aber es ist schon ziemlich heftig, wie viele Bücher es eigentlich sind. Bei den meisten ist erst ein Band erschienen, so dass da noch ganz schöne kosten auf mich zukommen werden o.O


  


Dies sind jetzt tatsächlich nur die Reihen die ich weiter verfolgen werde, wobei ich mir bei den Plötzlich Fee Romanen noch unschlüssig bin. Generell muss ich aber auch sagen, dass ich Trilogien auch einfach super gerne lese, auch wenn mich die Wartezeit dazischen ziemlich nervt :D


  1. James Dashner - Die Auserwählten im Labyrinth
  2. Brigitte Riebe - Feuer und Glas
  3. Marie Lu - Legend
  4. Mechthild Gläser - Stadt aus Trug und Schatten
  5. Scott Westerfeld - Ugly
  6. Caragh O'Brien - Die Stadt der verschwundenen Kinder
  7. Kimberly Derting - Bodyfinder
  8. Ally Condie - Cassia & Ky
  9. Julie Kagawa - Plötzlich Fee
  10. Andrea Schacht - Kyra & Reb
  11. Julianna Bagott - Memento 
  12. Brodi Ashton - Ewiglich
  13. Moira Young - Dustlands

Dienstag, 2. Oktober 2012

Lesestatistik September 2012

Dieser Monat war sehr leseschwach, aber das war ja abzusehen. Anfang September bin ich nach England geflogen, um hier mein Auslandsjahr zu verbringen, und natürlich hab ich hier sooo so viel um die Ohren, dass ich so gut wie überhaupt nicht zum lesen komme. Abends mal ein, zwei Seiten, aber ansonsten hab ich 1000 andere Sachen im Kopf :)




Gelesene Seiten: 1374 (ca. 45 pro Tag)
Durchschnittlich vergebene Sterne: 3,6
Highlight des Monat: James Dashner – Die Auserwählten im Labyrinth
Enttäuschung des Monats: Josephine Angelini – Göttlich verdammt
Neuer SUB- Stand: 57 (vorher 57)
Challenge Punktestände:
100 Bücher: 56 Punkte (+3 seit letztem Monat)
Kill your SUB: 412 Punkte (+20 seit letztem Monat)
Weltenbummler: 100 Punkte (+2 seit letztem Monat)
ABC: 19 Buchstaben (+0 seit letztem Monat)

Montag, 1. Oktober 2012

Wälzer Challenge 2012/13

 
Die Regeln:
  • Als Wälzer zählt jedes Buch über 550 Seiten.
  • Das Buch muss im Zeitraum von Oktober 2012 bis Dezember 2013 gelesen werden.von Nadine 
  • Mein Ziel sind 7 Wälzer bis Dezember 2013











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  1. Ally Condie - Cassia & Ky, Die Ankunft (600 Seiten) 
  2. Michael Grant - Gone (569 Seiten) 
  3. Dan Brown - Skarileg (640 Seiten)  
  4. Julie Kagawa - Unsterblich, Tor der Dämmerung (608 Seiten) 
  5. Gesa Schwartz - Grim, Das Siegel des Feuers (Bd. 1) (688 Seiten)
  6. Karen Rose - Todesbräute  (656 Seiten)
  7. Robert Galbraight - Der Ruf des Kuckucks (640 Seiten)  

[Rezension] James Dashner - Die Auserwählten im Labyrinth

Klappentext:
Sein Name ist Thomas. An mehr kann er sich nicht erinnern. Und er ist an einem bizarren Ort gelandet: eine Lichtung, umgeben von einem riesigen Labyrinth. Doch er ist nicht der Einzige. Zusammen mit fünfzig Jungen, denen es genauso geht wie ihm, sucht er einen Weg in die Freiheit. Der führt durch das Labyrinth, dessen gewaltige Mauern sich Nacht für Nacht verschieben und in dem mörderische Kreaturen lauern. Doch gibt es wirklich einen Weg hinaus? Ist das Ganze eine Prüfung? Und wer hat sich dieses grauenvolle Szenario ausgedacht? Den Jungen bleibt nicht viel Zeit, um das herauszufinden.

Verlag: Carlsen | Format: Hardcover | Preis: 16,95€ | Seiten: 496 | Genre: Jugendbuch, Dystopie | Altersempfehlung: 13-17 | ISBN: 978-3551520197
Ihr könnt das Buch zum Beispiel *hier* bei Amazon kaufen  

Der erste Satz:
"Sein neues Leben begann im Stehen, umgeben von kalter Dunkelheit und staubiger Luft."

 

Worum geht es:

Eigentlich sollte Thomas grenzenlose Furcht erfassen, als er die Augen aufschlägt und sich langsam klar wird, wo er gelandet ist: Auf einer Lichtung, umgeben von Mauern deren Enden man kaum am Himmel sehen kann, und umgeben von einem Labyrinth, dessen Eingänge sich jeden Tag verschieben und sich jede Nacht verschließen, und aus dem es scheinbar kein Ausgang gibt. Doch Thomas kommt all das eher falsch als beängstigend vor. Was macht er hier, und wieso sind er und die gut 50 anderen Jungs auf dieser Lichtung. 
Verzweifelt versucht er einen Ausweg aus diesem Gefängnis zu finden, doch nicht nur die Antipathien der anderen Jungs behindern ihn dabei, sondern auch die Gefahren, die das Labyrinth verbirgt.


Meine Meinung

Über Empfehlungen verschiedener Leute bin ich an dieses Buch gekommen, und da ich vorher oft schon von denen empfohlene Bücher gelesen und für gut befunden hatte, war es klar, dass dieses Buch von mir gelesen werden muss. Allerdings waren die Erwartungen auch dementsprechend hoch - und wurden nicht enttäuscht. Dieses Buch strotzt vor Spannung, ist ein absoluter Page-Turner und hat mich mehrere Stunden vom Schlafen abgehalten, weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen, wissen musste was als nächstes passiert, und warum.

Dabei war ich am Anfang gar nicht so begeistert. Das Buch fängt relativ schwach an, tröpfelt so vor sich hin und wirkt auf den ersten Seiten vor allem unglaubwürdig. Auch hatte ich so meine Probleme, mich mit der Sprache anzufreunden, die selbst für ein Jugendbuch sehr einfach ist, dann aber auch immer wieder Fachbegriffe einschmeißt, die dort irgendwie fehl am Platz wirken. Das bringt mich auch zu meinem einzigen großen Kritikpunkt. Wieso hat sich Herr Dashner dafür entschieden, eine Phantasiesprache einzubauen. Für mich ergibt das absolut keinen Sinn, ärgert mich viel eher noch, weil so das Niveau der Jungen herabgestuft wird, obwohl sie eigentlich eine wahnsinnig intelligente und gut durchorganisierte Gruppe sind. Anstellte dem Wort "Schei*e" sagen sie Klonk- "Was für ein Klonk. Das ist alles richtig klonk.", und Idioten werden so zu Nepperdeppen. Macht keinen Sinn, außer der Autor wollte keine Schimpfwörter haben. Doch wenn eine, doch recht gewaltbereite, Gruppe Pubertierender zusammenwohnt, kann ich mir schwer vorstellen, dass sie so versnobt sind, ein derart "schmutziges Wort" zu umgehen. Zumal diese Tatsache auch in einem totalen Gegensatz zu den zeitweise doch sehr brutalen Szenen steht.

Ansonsten habe ich allerdings nichts zu kritisieren. Die Charaktere gefallen mir alle super gut. Keiner ist zu flach, zu ausgeschmückt oder unreal beschrieben. Sie wirken alle ganz einfach wie normale Teenager, die sich in einer verzweifelten Lage befinden. Ganz besonders klasse fand ich ja Chuck und Minho, zwei Nebencharaktere, die mir aber unglaublich ans Herz gewachsen sind.