Klappentext:
Suddenly there are no adults, no answers. What would you do? In the
blink of an eye, the world changes. The adults vanish without a trace,
and those left must do all they can to survive. But everyone's idea of
survival is different. Some look after themselves, some look after
others, and some will do anything for power ...Even kill. For Sam and
Astrid, it is a race against time as they try to solve the questions
that now dominate their lives ...What is the mysterious wall that has
encircled the town of Perdido Beach and trapped everyone within? Why
have some kids developed strange powers? And can they defeat Caine and
his gang of bullies before they turn fifteen and disappear too? It isn't
until the world collapses around you that you find out what kind of
person you really are. A chilling portrayal of a world with no rules.
When life as you know it ends at 15, everything changes.
Verlag: Egmont UK | Seiten: 569 | Preis: 7,99£ (9,20€) | Format: Taschenbuch | Erscheinungsdatum: Februar 2009 | Genre: Jugendbuch, Endzeit | Spielt in: USA, Kalifornien, Perdido Beach | Deutscher Titel: Gone, Verloren | ISBN: 978-1405242356
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Erster Satz:
"One minute the teacher was talking about Civil War."
Worum geht es:
Von einem Moment zum anderen ist alles anders in dem kleinen kalifornischen Ort Perdido Beach. Ohne Vorwarnung oder ohne großes Drama verschwinden alle Erwachsenen plötzlich- und alle Erwachsenen sind alle die ihren 15. Geburtstag bereits gefeiert haben. Keiner weiß wieso das passiert und anstatt Hilfe zu bekommen, entdecken die zurück gebliebenen Kinder schnell ein noch weit aus größeres Problem: Die ganze Stadt ist eingeschlossen unter einer undurchdringbaren Kuppel.
Langsam aber sicher versinkt die Stadt im Chaos, denn einige der älteren Kinder sehen nun durch diesen Vorfall ihre Chance auf Macht. Und das setzen sie mit Gewalt durch. Nach und nach wird die Stadt von den rivalisierenden Kämpfen zwischen "Gut und Böse" bestimmt. Ein unfairer Kampf. Denn viele Kinder entdecken auf einmal ungeahnte Fähigkeiten an sich, die mit den bisherigen physikalischen Gesetzen nicht zu vereinbaren sind.
Und die Zeit rennt unaufhörlich weiter- nur noch wenige Tage bis auch Sam, der Junge in den die Kinder alle Hoffnung setzen, seinen 15. Geburtstag feiert...
Meine Meinung:
Als ich mir das Buch gekauft habe, hatte ich zunächst vor allem eine Befürchtung: Alles schon einmal gesehen. Als Kind der 90er habe ich natürlich im Fernsehen "The Tribe - eine Welt ohne Erwachsene" geschaut, und nun befürchtet, dass sich die beiden Geschichten wenig von einander unterscheiden würden.
Dem ist absolut nicht so. Außer der Tatsache, dass alle Erwachsenen verschwunden sind, haben die beiden Stories nichts mit einander zu tun.
Dieses Buch hier handelt nämlich vor allen zunächst von den zwischenmenschlichen Problemen, die sehr schnell nach Eintritt der Katastrophe auftreten, und das Leben ungemein erschweren. Gewalt, Machtmissbrauch, Angst und Terror sind das Resultat vom Verschwinden aller bisherigen Autoritäspersonen. Und es wird tatsächlich, trotz Altersempfehlung ab 12 Jahren, nicht gerade zimperlich miteinander umgegangen. Vor allem zum Ende des Buches häufen sich die Gewaltszenen und werden erschreckend "real".
Was mir besonders gut gefallen hat, was ich so anfangs überhaupt nicht gedacht hätte, sind die übernatürlichen Fähigkeiten der Kinder, die dem ganzen noch einmal eines gewisses Konfliktpotential geben. Kinder ohne Fähigkeiten fühlen sich benachteiligt und handeln dementsprechend, während die Kinder mit den "feuerwerfenden Händen" oder der Fähigkeit zur Telepathie entscheiden müssen, wofür und wie sie ihren Vorteil nutzen.
Allerdings fand ich es etwas befremdlich, dass viele der Charaktere erst 11, 12 oder 13 Jahre alt waren, und dennoch handeln wie Erwachsene und keinerlei kindliches Verhalten mehr haben. Damit konnte ich mich absolut nicht anfreunden und hab mir dann selbst beim Lesen die ganzen CHaraktere einfach ein paar Jahre älter vorgestellt, so dass ihre durchdachten, reifen Entscheidungen und Gefühle mehr "Sinn" machen.
Uuund, weshalb ich nur 4 Sterne vergebe: Stellenweise hat das Buch so seine Längen, bei denen es einen nicht unbedingt reizt sofort weiterzulesen. Suchtpotential kommt erst auf den letzten 150 Seiten auf. Vorher ist es auch spannend, aber kein Pageturner.

Ooooh, das Buch hört sich toll an. Ich denke, dass ich da mal reinschnuppern werde.
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