Freitag, 27. September 2013

[Rezension] Max Bentow - Die Totentänzerin

Klappentext:
Sie sind in enger Umarmung vereint. Doch der Totentanz hat längst begonnen ...
Ein Mann und eine Frau, entkleidet und in einer engen Umarmung vereint, die Körper mit einer Schnur aneinander gefesselt. Das Bett, auf dem sie liegen, ist blutdurchtränkt, davor auf bizarre Weise drapiert die Nachtwäsche der beiden Opfer. Dieser schaurige Anblick bietet sich Nils Trojan und seinem Team, als sie in der Wohnung eintreffen, in der sich das grauenhafte Verbrechen ereignet hat. Welcher kranke Geist hat hier gewütet? Wie weit geht Hass, dass er einen Menschen zu einer solchen Tat verführt? Trojan ist schockiert, als ausgerechnet Theresa Landsberg, die Frau seines Chefs, in den Kreis der Verdächtigen gerät. Er will nicht an ihre Schuld glauben, und doch weiß er, dass er jede Spur verfolgen muss. Denn soeben wurde ein weiteres Liebespaar tot aufgefunden ...

Verlag: Page & Turner | Seiten: 380 | Preis: 14,99€ | Genre: Thriller | Spielt in: Deutschland, Berlin | Erscheinungsdatum: September 2013 | ISBN: 978-3442204052

Erster Satz:
" 'Wir müssen leise sein', sagte sie zu ihm."

  

Worum geht es:
In Berlin treibt ein neuer Mörder sein Unwesen. Sein Vorgehen ist unheimlich grausam: Er überfällt des Nachts ahnungslose Paare in ihren Wohnungen, in ihren Betten, schlägt den Männern den Hinterkopf ein, und bindet die Leichen dann an ihre noch lebenden Partnerinnen. Doch auch diese sind dem Tode geweiht: Der Täter schlitzt ihnen die Pulsadern auf, so dass sie langsam und qualvoll unter ihren toten Partnern verbluten.
Die Kripo um Nils Trojan tappt im Dunklen, bis die Beweise alle in eine Richtung zeigen, nämlich auf die Ehefrau eines seiner Kollegen. Alles spricht gegen die geistig etwas labile Theresa, doch die kann sich an die Tatnächte nicht erinnern...

Meine Meinung:
Sehnsüchtigs habe ich auf den neuen Fall von Nils Trojan gewartet und hatte das Buch bereits einige Tage nach dem Erscheinen verschlungen. Max Bentows Schreibstil nimmt einen einfach gefangen, und die Prisenhaft verstreute Spannung macht es einem unmöglich, das Buch einfach so wieder aus der Hand zu legen. Viel zu viele Fährten gibt es, denen man als Leser nachgehen möchte und oft genug lockt Max Bentow einen auf die falsche Spur. Ich hab bestimmt 3 oder 4 mal während des Lesens meinen vermeintlichen Täter verworfen und stand wieder bei Null.
Allerdings fand ich im Vergleich zu den vorherigen beiden Bänden die Geschichte nicht gaaaanz so mega spannend. Die anderen beiden Fälle, also "Der Federmann" und "Die Puppenmacherin" waren irgendwie einzigartiger, vielleicht auch grausamer und haben dadurch einen enorm großen Reiz auf mich ausgeübt. Dieser Fall hier war dagegen eher weniger "aufregend", viel eher war es spannend zu sehen, wie und warum Theresa handelt wie sie handelt. 
Besonders gut aber gefällt mir an den Nils- Trojan-Bücher, dass wir hier eben keinen völlig kaputten Ermittler haben, der sich nur noch Dank Whiskey und Zigaretten am Leben erhält und mehr Geliebte als verhaftete Mörder hatte (obwohl es so einen Typen - hallo Klischee - natürlich auch in diesem Buch gibt.)
Alles in allem also wieder ein toller Thriller, der mich nur in meiner Meinung bestätigt, dass Max Bentow definitiv zu den talentiertesten Thrillerautoren Deutschlands gehört und mich jeeeetzt schon gespannt auf den vierten Band warten lässt :)



Donnerstag, 19. September 2013

Top Ten Thursday - Meine 10 letzten Buchgeschenke



Tja, wie definiert man Geschenk? Eigentlich würde man ja denken, dass ein Geschenk immer etwas selbstloses ist, zumindest mehr oder weniger, aber wenn ich meine geschenkten Bücher anschaue, die ichvon Freunden oder Familie bekommen habe, müsste ich bis 2008 oder so zurück gehen um die 1o vollzubekommen :D Das liegt nicht daran, dass mir niemand Bücher schenken will, aber es ist ganz einfach so, dass ich wahnsinnig viele Bücher schon habe, die die mich interessieren mir auch kaufe (denn ich bin erwachsen, verdiene mein eigenes Geld und möchte nicht dass meine Freunde und Familie ihr Geld für mich ausgeben, nur um mir eine kleine Freude zu machen) oder sie eben ganz einfach beim Verlag anfragen kann und in 80% der Fällen, diese dann auch bekomme.
Klar wünsche ich mir zu Weihnachten und zum Geburtstag auch mal das eine oder andere Buch, zuletzt zum Beispiel "Die Verratenen" von Ursula Poznanski letztes Jahr zu Weihnachten, aber das ist eher die Ausnahme. Wenn dann wünsche ich mir schon eher einen Zuschuss zu Sachen, die ich mir so zwischendurch nicht einfach mal kaufen würde :) 
Deshalb zähle ich da jetzt die  Rezi-Exemplare mit hinein. Diese Bücher sind ja quasi auch geschenkt, zumindest muss ich absolut nichts dafür bezahlen, und habe als einzige Gegenleistung das was mich interessiert zu lesen, und zu bewerten - was ich ja ohnehin gemacht hätte ^^ Oder sie kommen eben ganz überraschend bei mir an - und sind kleine, schöne Überraschungen :)

Ein Jahr in Stockholm - Veronika Beer | Ein Geschenk von der lieben Steffi! Vielen lieben Dank dafür ♥
Traumsammler - Khaled Hosseini | Reziexemplar vom Fischer -V erlag
Die Verschworenen - Ursula Poznanski | Reziexemplar vom Loewe - Verlag
Days of Blood and Starlight - Laini Taylor | Überraschungsreziexemplar vom FJB- Verlag
Ein Jahr in Island - Tina Bauer | Geschenk vom Herder - Verlag
Untot, Sie sind zurück und hungrig - Kirsty McKay | Reziexemplar vom Chicken House - Verlag
Die Totentänzerin - Max Bentow | Reziexemplar vom Page & Turner - Verlag
Metamorphose am Rande des Himmels - Mathias Malzieu | Überraschungsreziexemplar vom carl's books - Verlag
Ein Teelöffel Land und Meer - Dina Nayeri | Reziexemplar vom mare- Verlag
Oma Else kanns nicht lassen - Thomas Letocha | Reziexemplar vom Goldmann - Verlag

Donnerstag, 12. September 2013

Top Ten Thursday - Zahlen im Buchtitel



Endlich, endlich, endlich ist das Alphabet beim TTT abgehakt, das hat mich ja wirklich schon schwer genervt. Einfach weil ich es weder interessant war, noch ne Herausforderung bei der Suche, weil ich meine Bücher ja alle in excel katalogisiert habe :D
Aber jetzt ist es endlich geschafft, und ich konnte mich wieder auf die Suche machen, und durch meine Regal stöbern. Und tatsächlich habe ich exakt 10 Bücher gefunden :) 

Die Mädchen von Zimmer 28 - Hannelora Brenner-Wonschick
80 Days, die Farbe der Lust - Vina Jackson
3096 Tage - Natascha Kampusch
Der 50 / 50 - Killer - Steve Mosby
1984 - George Orwell
Der 6. Geisel - James Patterson
1 Frau, 4 Kinder, 0 Euro. Fast - Petra van Laak
Cocktails für drei - Sophie Kinsella als Madeleine Wickham
Zwei an einem Tag - David Nicholls*
Fünf - Ursula Poznanski 

Mittwoch, 11. September 2013

[Rezension] Sophie Kinsella als Madeleine Wickham - Cocktails für drei

Klappentext:
Drei junge Frauen arbeiten bei einem Londoner Magazin und treffen sich einmal im Monat, um bei ein paar Cocktails die letzten Neuigkeiten auszutauschen: Da ist die glamouröse, selbstbewusste Roxanne, die stets hofft, dass ihr heimlicher Liebhaber eines Tages seine Frau verlässt und sie heiratet. Die patente Maggie, die bisher noch alles im Leben perfekt gemeistert hat, bis ihre Mutterrolle sie zu überfordern droht. Und Candice – gutmütig und grundanständig. Zumindest glaubte sie das, bis eine alte Bekannte auftaucht, der Candice helfen möchte. Doch damit gerät ihr Leben komplett aus den Fugen. Aber zum Glück sind ja noch Roxanne und Maggie da ...

Verlag: Goldmann | Seiten: 352 | Preis: 8,99€ | Genre: Frauen | Spielt in: Großbritannien, London | Originaltitel: Cocktails for three | Erscheinungsdatum: August 2013 | ISBN: 978-3442476855

Erster Satz:
"Candice Brewin stieß die schwere Glastür der Manhattan Bar auf und spürte, wie sie von der vertrauten Woge aus Wärme, Lärm, Licht und Gläserklirren umfangen wurde." 


 
Worum geht es:
Candice, Maggie und Roxanne verbindet nicht nur eine jahrelange tiefe Freundschaft, sondern auch eine seit Jahren gepflegte Tradition: Immer am Anfang jeden Monats treffen sich die drei jungen Frauen in einer Bar, der Manhattan Bar, im Herzen Londons um mal wieder das zu tun was Frauen eben manchmal am liebsten tun: Quatschen, tratschen und leckere Cocktaisl trinken. Eben einfach mal die Seele baumeln zu lassen. 
Doch beim letzten treffen stört etwas, bzw. jemand, diese Tradition: Heather. Sie und Candice waren auf der gleichen Schule, ehe Heathers Familie wegen Candice' Vater in den finanziellen Ruin gestürzt wurde. Um ein bisschen wieder Gutmachung zu leisten, besorgt Candice ihr kurzerhand einen Job und eine Wohnung und ignoriert dabei völlig die Warnungen ihrer beiden Freundinnen.
Doch auch bei Maggie und Roxanne läuft nicht alles nach Plan. Maggie ist mit dem leben als frischgebackene Mutter heillos überfordert, während Roxanne auf die Liebe ihres Lebens wartet; Einen verheirateten Familienvater. 

Meine Meinung:
Das die Bücher die die Autorin unter "Sophie Kinsella" veröffentlicht ander sind als die die die Autorin unter "Madeleine Wickham" veröffentlicht, wusste ich - und dennoch hat es mich überrascht, wie unterschiedlich die Werke von ein und der selbern Autorin sein können. Bisher habe ich schon einige Sophie Kinsella - Bücher gelesen und war absolut begeistert von ihrem spritzigen Schreibstil, dem Humor der mich wirklich zum Lachen gebracht hat, und dem tollen Ausdruck. 
Ihr Schreibstil ist natürlich nach wie vor toll, auch in diesem neuen Buch von ihr, aber die beiden anderen Punkte fehlen völlig. Es ist kein lustiges Buch, kein ChickLit im klassischen Sinne und auch kein Buch das durchzogen ist von einem Witz und flotten Sprüchlein nach dem nächsten. Und dennoch ist es gut. Man muss eben einfach als Leser wissen, dass einen ein anderes Leseerlebnis mit Madeleine Wickham erwartet. 
Die Geschichte an sich ist auch wirklich gut gelungen: 3 Frauen die eine jahrelange Freundschaft verbindet, obwohl sie eigentlich nicht anders sein könnten und alle ihre ganz eigenen Probleme und Sorgen haben. Da sie sich nun auch noch regelmäßig zum Cocktail treffen, ist der Vergleich mit Sex and the city auch nicht wirklich weit hergeholt. Man kann sogar bestimmte Übereinstimmungen zwischen Charlotte, Samantha und Co und den drei Londoner Mädels finden. Trotzdem ist es KEIN Sex and the city Abklatsch. Es ist einfach eine Geschichte aus dem Leben, mit Parallelen zu anderen Stories.
Was mir besonders gut gefallen hat, ist dass alle Charaktere wirklich authentisch sind. Sie sind überfordert mit ihrem neugeborenen Baby, sie laufen blindlings in falsche Freunschaften udn verlieben sich in die falschen Männer.
Was mich persönlich aber sehr gestört hat, war das wirklich ÜBERMAß an Tränen in diesem Buch. Man konnte fast schon keine zwei Seiten lesen, ohne dass nicht mindestens eine der Protagonistinnen "in Tränen ausgebrach", "heimlich die Tränen wegwischte", "die Tränen unterdrückte" oder "Tränen in den Augen hatte". Es wurde am laufenden Band geheult in dem Buch - mal nachvollziehbar, mal nicht, aber definitiv zu viel.



Dienstag, 10. September 2013

[Rezension] Markus Heitz - Totenblick

Klappentext:
„Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters.“ Diese Nachricht hinterlässt ein Serienmörder an sorgfältig inszenierten Tatorten, die Todesbildern nachempfunden sind: alte Gemälde, moderne Fotografien oder Bilder aus dem Internet. Anfangs glauben die Ermittler noch, die Hinweise wären am Tatort versteckt oder es gäbe einen Zusammenhang zwischen den Vorlagen und den Opfern. Doch dann machen sie eine grausige Entdeckung: Auf den Vorlagen erhöht sich die Zahl der abgebildeten Toten - aber da ist noch mehr: Die Spuren für die Ermittler sind an einem besonderen Ort vom Täter verborgen worden …

Verlag: Knaur | Seiten: 528 | Preis: 9,99€ | Genre: Thriller | Spielt in: Deutschland, Leipzig | Erscheinungsdatum: August 2013 | ISBN: 978-3426505915

Erster Satz:
"Armin Wolke kam über die kopfsteingepflasterte Ausfahrt des Werk II gestoplert."


Worum geht es:

Ein Mörder versetzt Leipzig in Angst und Schrecken und spielt mit den Ermittlern und der Spurensicherung ein perfides Spiel: Er tötet seine Opfer, ohne ihnen große Schmerzen zuzufügen, und arrangiert die Leichen kunstvoll. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn sie werden zu "Repliken" großer, bekanntr Kunstwerke, die der Täter bis ins kleinste Detail nachahmt. Er hält sich für ein Genie, einen noch unentdeckten Meister und will alle Welt daran teilhaben lassen.
Doch noch etwas hinterlässt er am Tatort: Einen Zettel mit den Worten sich vor dem "Totenblick" zu hüten: Derjenige, der den ersten Blick in die Augen des Toten wirft, hat nicht mehr lange zu leben und gerät auf die Abschussliste des Mörders. Aberglaube denken die meisten - bis immer mehr Ermittler ums Leben kommen.

Meine Meinung:

Markus Heitz kennen wir als Autor ja eigentlich nicht aus der Thriller-Szene, sondern viel eher aus dem Fantasybereich. Bisher zählten Vampire, Werwölfe und Co zu seinem Gebiet. Umso gespannter war ich deshalb auf sein neues Buch, und als 'echter Fan' konnte ich mir diesen Ausflug in ein neues - von mir sehr geliebtes - Genre nicht entgehen lassen.
Und die Idee hinter der Story ist auch wirklich grandios: Ein Mörder der seine Opfer zu Kunstwerken macht. Super gruselig aber auch sehr sehr faszinierend und nicht selten habe ich direkt während des Lesens auf meinem Smartphone nachgeschaut, wie die Originale aussehen. 
Auch der Schreibstil konnte mich, wie immer, überzeugen. Markus Heitz hat eine ganz grandiose Art mit Worten umzugehen, die nicht zu hochtrabend sind, ohne viele sprachliche Mittel auskommen und dennoch eine Vielzahl an Bildern im Kopf entstehen lassen und echt lockerflockig geschrieben sind. So hat man die ganze Geschichte einfach so weggelesen - konnte nicht aufhören weil es immer wieder wahnsinnig spannend wurde.
Besonders gefallen hat mir auch dass die Geschichte wieder in Leipzig spielt. Erstens natürlich weil es eine tolle Stadt ist, die viel Platz für Geschichten aller Art bietet, zum anderen aber auch weil man Leipzig natürlich aus einigen anderen Büchern von Markus Heitz kennt. Mir persönlich hat auch super gefallen dass der Bestatter des Ars Morendi, den man bereits in "Oneiros" kennen lernt, eine Rolle spielt - hätte ich das Buch jedoch nicht gelesen, würde es mich ehrlich gesagt ziemlich nerven, dass nicht aufgedeckt wird wieso er wie handelt und zum Lesen von Oneiros quasi genötigt wird, wenn man mit Totenblick final abschließen möchte.
Wieso ich aber nur 4 Sterne gebe, trotz meines sehr guten Eindrucks, ist dass es mir in dem Buch ab einem gewissen Punkt einfach zu viele Toten gibt - ohne zu spoilern, aber es sterben auch Charaktere deren Tod unnötig und ohne Bedeutung für die Geschichte ist. Bei dem ersten dieser Todesopfer dachte ich noch "Okay, krass, dass Person XY wirklich tot ist", aber irgendwann dachte ich wirklich nur noch "Ernsthaft?!". Und auch das Ende konnte mich nicht wirklich begeistern. Denn auch dieses verlief er so nach dem Motto "Unverhofft kommt oft" und war purer Zufall, der die Geschichte total abrupt und übertrieben dramatisch enden ließ.

Alles in allem ist Markus Heitz der "Ausflug" in die Thrillergefilde durchaus geglückt und hat ein tolles, super spannendes Buch veröffentlicht! :) 
 

Freitag, 6. September 2013

[Rezension] Liz Jensen - Die da kommen

Klappentext:
Ein siebenjähriges Mädchen tötet seine Großmutter auf brutale Weise. Ein tragischer Einzelfall, sagen die Experten. Doch sie täuschen sich. Überall auf der Welt kommt es zu grausamen Gewalttaten, die Kinder gegen ihre Familien verüben. Der Anthropologe Hesketh Lock hat zunächst ein ganz anderes Rätsel aufzuklären. Hesketh ist ein »Troubleshooter«: weltweit wird er zur Aufklärung interner Skandale in globalen Unternehmen eingesetzt. Sein aktueller Fall führt ihn nach Taiwan. Hesketh entdeckt als Erster ein Muster in den sich häufenden Fällen von schwerer Industriesabotage und den Attacken von Kindern gegen Erwachsene, die wie zwei Epidemien den ganzen Erdball erfassen. Wer sind die geheimnisvollen »sie«, von denen immer wieder die Rede ist? Sind »sie« die treibende Kraft hinter den dramatischen Ereignissen?

Verlag: dtv premium | Seiten: 320 | Preis: 14,90€ | Genre: Apokalypse, Endzeit | Spielt in: Großbritannien, London | Originaltitel: The Uninvited | Erscheinungstermin: Juni 2013 | ISBN: 978-3423249607

Erster Satz:
"Die genaue Ursache für einen Ausbruch von Massenhysterie lässt sich selten genau ermitteln, doch das Datum, an das ich mich besonders lebhaft erinnere, ist der 16. September - ein Sonntag, an dem ein kleines Mädchen in einem Pyjama mit Schmetterlingen seine Großmutter abschlachtete, indem es einen Druckluftnagler auf ihren Hals abfeuerte." 



Worum geht es:
Hesketh Lock steckt tief in den Ermittlungen: Er arbeitet in Firmen auf der ganzen Welt, um Saboteuren das Handwerk zu legen, und momentan ist sein Terminkalender zum bersten gefüllt. Denn weltweit häufen sich die Fälle von Menschen, die zu Saboteuren ihrer eigenen Firma werden, ohne vorher jemals negativ aufgefallen zu sein. Und noch etwas verbindet diese Menschen. Sie alle sterben kurz nachdem sie ihrer Firma geschadet haben. Man munkelt, sie hätten vor ihrem Tod von Kindern und kleinen Fabelwesen geredet, die sie dazu trieben.
Zeitgleich kommt es zu einer "Pandemie". Von heute auf morgen beginnen Kinder im Grundschulalter, teilweise noch jünger, ihre Familien und Bekannte zu attakieren, erstechen Großmütter, köpfen Väter etc. Und die Regierung steht dem hilflos gegenüber...

Meine Meinung:
Oh mein Gott! Dieses Buch ist für mich mit Abstand der größte Flop des Jahres! Ich habe selten, vielleicht sogar noch nie, ein Buch gelesen das so sehr von dem abweicht, was in der Kurzbeschreibung bzw. auf dem Klappentext steht und so sehr verspricht etwas anderes zu werden.
Liest man den Rückentext, so wie ich es vor dem Kauf getan habe, erwartet man einen spannenden Thriller, der eine Nische beleuchtet, die zu grausam ist um sie häufiger in Thrillern zu thematisieren: Kinder die zu Mördern werden. Also habe ich das Buch mitgenommen, und natürlich schon angefangen zu spekulieren, wieso diese Kinder das tun: Manipulation durch Hörspiele? Gehirnwäsche im Kinderfernsehen? Auflehnen von Kindern die misshandelt wurden und sich im Internet zusammgeschlossen haben? Irgendetwas in diese Richtung habe ich erwartet.
Doch schon mit dem Lesen der ersten Seiten wird man ernüchtert. Denn anders als hinten beschrieben geht es nur nebenbei um die Morde der Kinder, sondern viel eher um die (Selbst-)Morde der Angestellten großer Firmen und um einen Mann, mit dem Asperger-Syndrom,  der versucht die Fälle zu klären.
Je weiter man jedoch liest, um so mehr driftet die Geschichte in eine Richtung ab, die man weder erwartet noch will (zumindest ich). Auf einmal wird es extrem lächerlich, mit Kindern [!!! ACHTUNG SPOILER !!!] die aus der Zukunft stammen, kleinen Monstern mit veränderten Organen und dem Wunsch die Welt zu beenden, wie sie jetzt ist. Einfach nur mies! [ SPOILER ENDE]

Fazit: Das Buch hat mich nicht nur enttäuscht, es hat mich aufgeregt. Man erwartet als Leser eine vollkommen andere Story, einen guten Thriller, doch stattdessen bekommt man eine völlig absurde Mischung aus Sci-Fi und Fantasy, die absolut nichts mehr mit dem Klappentext gemein hatm zudem noch schlecht geschrieben ist und sich in etwa so fließend liest wie ein zähert Kaugummi. 2 Sterne sind beinah noch zu viel für das Buch.




Donnerstag, 5. September 2013

[Rezension] Lisa Jackson - Der Skorpion

Klappentext:
Winter in Montana. Ein Psychopath fesselt seine weiblichen Opfer an einen Baum, um sie bei eisiger Kälte erfrieren zu lassen. Seine Nachricht an die Polizei: die Initialen der Toten und ein Stern. Es fehlen noch Buchstaben, um die Botschaft zu entschlüsseln. Als Detective Regan Pescoli verschwindet, ist deren Kollegin Selena Alvarez in höchster Alarmbereitschaft. Immer noch ist der "Unglücks-stern-Mörder" nicht gefasst und nun vermutet sie ihre Partnerin in den Fängen des Killers.

Verlag: Knaur | Seiten: 533 | Preis: 9,99€ | Genre: Thriller | Spielt in: USA, Montana | Erschinungsdatum: September 2011 | Originaltitel: Left to die | ISBN: 978-3426503492

Erster Satz:
"Er wird dich umbringen." 



Worum geht es:
Montana ist in größter Aufregung, denn in der sonst so verschlafenen Gegend, in der es bis auf ein paar Diebstähle und Prügelein unter Jugendlichen kaum nennenswerte Verbrechen gibt, geht ein Serienmörder um. Dieser hat es auf Frauen jeden Altern und Ethnie abgesehen, so dass die Ermittler nicht wissen, mit wem sie es zu tun haben: Er lauert den Frauen in abgelegen Gebieten auf, beschießt das Fahrzeug mit dem sie unterwegs sind, so dass die Frauen in dem gebirgigen Gebiet unausweichlich verunfallen, birgt die schwerverletzten Frauen nur um sie dann zunächst wieder gesund zu pflegen um sie anschließend nackt an einem Baum gefesselt zum Sterben zurück zu lassen. Über ihren Köpfen hinterlässt er merkwürdige  Botschaften: Einen Stern und die Initialen der Opfer. Doch was sollen die Buchstaben aneinandergereiht bedeuten? 

Meine Meinung:
Ohje, ohje, dieser Thriller zählt für mich leider in die Kategorie "sterbenslangweilig". Dabei ist die Idee der Geschichte wirklich gut, und gibt Stoff für einen eigentlich spannenden Thriller - auch wenn ich persönlich eher ein Anhänger der blutigen Thriller bin, so ist es doch eine ziemlich gruselige Vorstellung. Denn der Täter gewinnt erst das Vertrauen der Frauen, nur um sie dann dem Tod durch Erfrieren zu überlassen, um seinen perfiden Plan umzusetzen. Allerdings kommt während des ganzen Buches absolut keine Spannung auf. Man liest die Seiten so dahin, oder wirklich tief in die Geschichte einzutauchen und ohne eine Beziehung zu den Protagonisten aufzubauen. 

Dabei steckt Potential in der Geschichte. Denn die Autorin versteht es absolut falsche Fährten zu legen. Als Jillian in die Fänge des Mörders gerät, rätselt man über Seiten hinweg mit, wieso er es tut, ob er der Täter ist, und was sein Motiv hinter der Sache ist. Ständig lässt man sich verunsichern und aus dem Konzept, bis man gegen Ende des Buches aufgeklärt wird, wieso, wer und was. Zeitgleich entwickelt sich aber zwischen Jillian und ihrem Entführer eine Liebesgeschichte, die absolut unpassend und unnötig für einen Thriller ist, und nur zu deutlich zeigt, wie sehr sich die Autorin bemüht, noch einmal weitere 100 Seiten zu füllen.
Doch man muss nicht annehmen, dass es nach den über 500 Seiten des Buches einen Abschluss gibt- nein, Frau Jackson macht daraus einfach einen Zweiteiler. Während andere Autorin es schaffen, auf 300 Seiten einen spitzenmäßigen Thriller zu schreiben, der einen nachts nicht mehr alleine auf Toilette gehen lässt, schafft es Lisa Jackson nach 500 Seiten noch immer nicht, die Geschichte zu Ende zu führen, ohne dabei nie mehr als 5 Seiten hintereinander mit einem Ansatz von Spannung zu füllen.
Hätte ich gewusst, dass es sich bei dem Buch um einen Zweiteiler handelt, hätte ich es mir nicht gekauft - und werde mir auch nicht den 2. Teil dazu kaufen, dafür ist ihr Stil einfach nicht ansprechend genug. 

Wer jedoch wirkliches Interesse an dem Buch hat, sollte es vermeiden sowohl die Kurzbeschreibung als auch den Klappentext zu lesen. Beide spoilern extrem und zwar 2 verschiedene Begegebenheiten, so dass mn sich danach das Lesen eigentlich auch ganz sparen kann.