Montag, 11. November 2013

Michael Schwarz - Der Weihnachtstango

Klappentext:
Vor dem hell erleuchteten Weihnachtsbaum am Rockefeller Center in New York gaben Robert und Mara sich einst als frisch Verliebte das Versprechen, sich jedes Jahr am 20. Dezember für eine Nacht in Köln zu treffen. Ein Ritual, das sie seither nie versäumt haben. Nach vielen Jahren erhofft sich Robert von dem Treffen am Rhein mehr als je zuvor: Er möchte Mara für immer an seine Seite holen. Aber zum ersten Mal lässt Mara auf sich warten ...

Verlag: Ehrenwirth | Seiten: 160 | Preis: 10,00€ | Genre: Weihachten, Liebe | Spielt in: Deutschland, Köln & Hamburg | Erscheinungstermin:  Oktober 2009 | ISBN: 978-3431037944

Erster Satz:
"Mitternacht war längst vorüber."


Worum geht es:
Dreizig Jahre ist es her, seit sich Mara und Robert in New York kennen lernten, und sich vor der bereits geschlossenen Eisbahn am Rockefeller Center küssten. Während dieses Kusses spielte ein Mann ganz in der Nähe die Melodie für einen Tango, und um beide war es geschehen. Doch zu Hause in Deutschland spielt ihr richtiges Leben, nicht dort in Amerika auf der Ärztetagung, sondern bei seiner Ehefrau und kleinen Praxis und ihrem Freund. 
Trotzdem können die beiden nicht von einander lassen, und gehen einen Schwur ein: Jedes Jahr am 20.12. werden sie sich in Köln treffen, die Nacht miteinander im Domhotel verbringen, und sich am nächsten Tag wieder zu trennen. An den restlichen 364 Tagen herrscht Funkstille. Keine Anrufe, keine Briefe, keine Beziehung.
Doch dieser 20.12 ist anders. Mara kommt nicht in Köln an, ohne das Robert weiß wieso. Und auch er kann nicht im Domhotel sein, sondern muss die Nacht im Krankenhaus verbringen...

Meine Meinung:
Leider muss ich sagen, dass mich dieses Buch so überhaupt nicht überzeugen konnte. Versteht mich nicht falsch, es ist absolut kein schlechtes Buch, aber es hat ungefähr so viel mit Weihnachten zu tun wie Kerzen: Es passt hinein, aber geht auch zu jeder anderen Zeit. Denn die Geschichte, so wie sie hier ist, könnte exakt so auch an Silvester oder zur Sommersonnenwende passen. 
Dabei hat mich der Klappentext sehr angesprochen. Zwei Menschen, die so viel für einander empfinden, dass sie sich über Jahrzehnte immer wieder am gleichen Tag treffen, und trotzdem nie zusammen kamen. Sehr romantisch! :) 
Allerdings plätschert die Geschichte dann vor sich hin, ist stellenweise völlig langweilig oder absurd (ich meine wie wahrscheinlich ist es, dass beide wegen quasi fast den gleichen Grundes nicht kommen können?!) und ab dem Auftauchen einer bestimmten Person in dem Buch, irgendwo im ersten Fünftel, weiß man wie es ausgehen wird. Und genau so passiert es dann auch- große Überraschung. 
Alles in allem ist die Geschichte allenfalls ganz nett, hat bis auf den Tanz vor Rockefeller Center nichts mit dem Buchtitel zu tun, versprüht keinen Funken Weihnachtsgefühl und lohnt sich nur zu kaufen, falls ihr das Buch mal irgendwo besonders günstig bekommen könnt. 


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